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Nachtrag - 16.07.2021/ US-Präsident Biden hat sein Beileid gegenüber Bundeskanzlerin Merkel zu der Unwetter-Katastrophe in Deutschland ausgesprochen. Die Kanzlerin ist derzeit bei einem Amtsbesuch in den USA, Auch die Vereinigten Staaten haben die Situation in Westdeutschland mit verfolgt.

Nachtrag - 21.57 Uhr/ Im Bundesland Rheinland-Pfalz hat sich nach Angaben des Innenministerium die Anzahl der Opfer erhöht, es kamen mindestens 28 Menschen bei der Unwetter-Katastrophe ums Leben. In Nordrhein-Westfalen starben nach Medienberichte (Tagesschau) mindestens 31 Menschen.

Nachtrag - 20.08 Uhr / zu den Pressemitteilungen von heute (15. Juli) Ziffer 1, 2 und 3 Stand 18 Uhr wurden der Polizei Köln aus dem Kreis Euskirchen 20 und aus Rheinbach und Swistal drei Tote gemeldet. Noch immer sind nicht alle dieser Leichen geborgen. Aussagen zur Identität, Alter, Auffindeort und Todesumständen wird die Polizei zum Schutz der Angehörigen weiterhin nicht veröffentlichen. Die Suche nach neun vermissten Menschen aus dem Raum Bonn und elf aus dem Raum Euskirchen läuft auf Hochtouren 

Nachtrag - 16.35 Uhr/ Für Rheinland-Pfalz: Hotlines für Auskunft von Angehörigen und psychosoziale Unterstützung Über die Auskunfts-Hotline des Polizeipräsidiums Koblenz können sich besorgte Angehörige, die jemanden vermissen, melden. Diese ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800 6565651. Für Betroffene der Unwetterkatastrophe bietet zudem der Opferbeauftragte der Landesregierung Rheinland-Pfalz eine kostenlose Hotline zur psychosozialen Unterstützung an. Die Hotline ist unter 0800 001 0218 ab sofort zwischen 8 Uhr und 20 Uhr erreichbar.

Portal für Hinweise zur Vermisstensuche Das Polizeipräsidium Koblenz bittet zudem die Menschen im Kreis Ahrweiler um Mithilfe bei der Suche nach Vermissten. Über ein Hinweisportal können Videos und Fotos an die Polizei geschickt werden, die Hinweise auf vermisste Personen und mögliche weitere Tote im Kreis Ahrweiler geben können. Das Portal erreichen Sie hier.

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat den Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach den heftigen Unwettern mit mehreren Toten und Vermissten Brandenburgs Unterstützung zugesichert. Woidke betonte: „Die Lage ist für die betroffenen Menschen dramatisch. Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind bei den Familien der Opfer und der Vermissten. Die Brandenburgerinnen und Brandenburger wissen aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, Haus und Hof zu verlieren.

Auch heute – fast 25 Jahre nach der großen Oderflut und den folgenden Hochwassern an der Elbe – schmerzt die Erinnerung daran noch immer.“ Brandenburg ist bereit, die Einsatzkräfte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu unterstützen, wenn Hilfe benötigt wird.

Im Landkreis Ahrweiler (RLP) starben vermutlich mindestens 18 Menschen, in Nordhrein-Westfalen kamen mindestens 15 Menschen ums Leben.

Paderborn (ots) Seit Mittwochabend sind 350 Feuerwehrleute und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes aus Ostwestfalen im überörtlichen Hilfseinsatz in den Hochwassergebieten im Sauerland und dem Bergischen Land. Schwerpunkt ist das Lennetal mit den Städten Altena und Hagen, wo der Starkregen des Tiefdruckgebietes zu schweren Überschwemmungen geführt hat.

Rund 350 Einsatzkräfte der Feuerwehrbereitschaften 2 Herford/Minden und 3 Höxter/Paderborn machten sich am späten Mittwochabend auf den Weg nach Altena im Märkischen Kreis.

Die Feuerwehrbereitschaft 1 aus Bielefeld war bereits im Laufe des Tages nach Hagen beordert worden. Überschattet wurde die überörtliche Hilfe durch den Tod von zwei Feuerwehrmännern, die im Hochwassereinsatz in Altena und Umgebung ums Leben gekommen waren. 

Gegen 18.15 Uhr erreichte den Paderborner Kreisbrandmeister Elmar Keuter der Einsatzbefehl der Bezirksregierung Detmold. Um 18.47 Uhr wurden die Einheiten im Kreis Paderborn alarmiert. Gegen 20.15 Uhr trafen 23 Fahrzeuge mit 105 Einsatzkräften aus dem Kreis Paderborn an der Kreisfeuerwehrzentrale in Büren-Ahden ein. Um 20.55 Uhr setzte sich dort der Hilfskonvoi in Bewegung.

Mit Lösch- und Spezialfahrzeugen für flächige Hochwasserlagen und Technische Hilfeleistungen rückten die Züge 33 und 34 aus. Mit im Einsatz war auch der Logistikzug 35 mit zahlreichen Helfern und Fahrzeugen des Deutschen Roten Kreuzes Der Logistikzug stellte die Versorgung der Einheiten aus den Kreisen Höxter und Paderborn sicher.

In den Nachtstunden versuchte der Verband aus dem Kreis Paderborn, unterstützt durch hochwatfähige Bundeswehrfahrzeuge und Bagger, sich in die überflutete Innenstadt vorzukämpfen. "Bei einem Wasserstand von 1,80 Metern mussten wir jedoch kapitulieren", berichtete Elmar Keuter, der die Verbandsführung innehat, am Donnerstagmorgen.

Seit den Vormittagsstunden arbeiten die Züge 33 und 34 des Paderborner Verbandes als erste auswärtige Feuerwehr in der Innenstadt von Altena. "Überall werden wir mit hochgerecktem Daumen begrüßt", freut sich Keuter. Die Einsatzkräfte befreien die Straßen von Schlamm und Geröll und haben bereits 30 Keller ausgepumpt. 

Am frühen Nachmittag wurden die Kräfte aus dem Kreis Paderborn von 80 frischen Feuerwehrleuten aus dem Kreis Paderborn abgelöst. Sie waren in Mannschaftstransportern über Iserlohn nach Altena gefahren und übernahmen dort an den Einsatzstellen die Fahrzeuge.

Nachtrag - 15.56 Uhr/ Köln (ots) Inzwischen hat die Polizei Köln 45 Ermittlerinnen und Ermittler für die Bearbeitung von Vermisstenfällen und Todesermittlungsverfahren zusammengezogen. Neben den zwei in Köln gefundenen Toten sind bislang aus Euskirchen 15 und aus Rheinbach drei Tote gemeldet worden. Noch sind nicht alle gesichteten Leichen geborgen. Aussagen zur Identität, Alter, Auffindeort und Todesumständen wird die Polizei zum Schutz der Angehörigen nicht veröffentlichen.

Der polizeiliche Opferschutz ist zur Betreuung der Hinterbliebenen sowie der Menschen, die Angehörige oder Freunde vermissen, eingebunden. Auch mit Blick auf die Verkehrslage ist die Polizei weiterhin im Großeinsatz. Viele Straßen - betroffen sind auch die bereits bekannten Teilstücke von Autobahnen - stehen weiterhin unter Wasser oder sind so stark beschädigt, dass Kraftfahrzeuge dort nicht fahren können.

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