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Premnitz, Alte Waldstraße Tödlicher Bahnunfall Donnerstag, 13. Dezember 2018, 18:40 Uhr - Ein tragischer Unfall ereignete sich am Donnerstagabend auf einem Bahnübergang an der Alten Waldstraße in Premnitz. Ein 25-Jähriger fuhr mit seinem Fahrrad aus Richtung Alte Waldstraße kommend in Richtung Bundesstraße 102. Er fuhr auf den Bahnübergang zu und trotz roten Blinklichts, akustischen Signals und der bereits geschlossenen Halbschranke fuhr er auf die Gleise.

Ein herannahender Personenzug mit etwa 40 Fahrgästen hatte keine Möglichkeit mehr den Zusammenstoß zu verhindern. Der 32-jährige Lokführer versuchte noch durch ein Warnsignal und eine unverzüglich eingeleitete Notbremsung den Unfall zu verhindern. Er und ein Auszubildender, der im Führerstand anwesend war, erlitten einen Schock und mussten im Anschluss seelsorgerisch betreut werden. Der Radfahrer erlag noch vor Ort den schwersten Verletzungen, die er bei der Kollision erlitt. Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Bundespolizei und Landespolizei waren vor Ort im Einsatz und sicherten Unfallspuren. Der Bahnverkehr auf der Verbindung Brandenburg an der Havel und Rathenow wurde für etwa drei Stunden unterbrochen.

Im Zusammenhang mit dem tödlichen Unfall möchte die Polizei noch einmal auf das richtige Verhalten an Bahnübergängen hinweisen:

§ An Bahnübergängen

– beschrankten oder unbeschrankten

– hat sich jeder Verkehrsteilnehmer durch einen Blick in beide Richtungen stets davon zu überzeugen, dass das Queren gefahrlos möglich ist.

§ Ein Andreaskreuz, ein rotes Blinklicht, ein Ampel, eine akustische Warnung oder Schranken an Bahnübergängen sind stets zu beachten. Rot heißt Stopp und geschlossen Schranken dürfen unter keinen Umständen umfahren werden!

§ Bahnübergänge erfordern die ganze Aufmerksamkeit. Ablenkungen durch Handy, Kopfhörer o.ä. sind zu vermeiden, denn Züge sind mit hoher Geschwindigkeit unterwegs und dabei oft erst unmittelbar vor der Passage auch akustisch wahrnehmbar.

§ Züge haben lange Bremswege und können Hindernissen nicht ausweichen, deshalb muss man sich vor jedem Überqueren versichern, dass dies gefahrlos möglich ist.