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Um angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen möglichst rasch eine höhere Impfquote im Land Brandenburg zu erreichen, haben sich alle an der Impfkampagne beteiligten Parteien bei einem Impfgipfel vor einer guten Woche dazu verpflichtet, die Impfkapazitäten zu erweitern und zusätzlich zu den Arztpraxen niedrigschwellige Impfstellen zu schaffen. Unter Koordinierung der Landkreise und kreisfreien Städte und in Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg und der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg sowie unter Einbeziehung der Krankenhäuser, Medizinischer Versorgungszentren, Rehabilitationskliniken, der Hilfsorganisationen und anderer Partner sollen so verstärkt Impfangebote in die Fläche getragen werden. Stellvertretend für die vielen regionalen Angebote besuchte Gesundheitsministerin am Vormittag eine Impfaktion in Brandenburg an der Havel.

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten COVID-19-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden um 3.813 erhöht. So sind insgesamt 164.885 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 25.11.2021, 00:00 Uhr, Quellen: http://corona.rki.de). In Brandenburg sind ungefähr 127.300 Menschen von ihrer COVID-19-Erkrankung genesen. So liegt die Zahl der Infizierten und Erkrankten aktuell bei geschätzt rund 33.600 (Vorwoche: rund 21.000).

Ab Montag, den 29. November 2021, wird die Präsenzpflicht an Schulen in Brandenburg aufgehoben. Zudem ist nach einer Rücksprache mit den Fachverbänden ein vorgezogener Beginn der Weihnachtsferien beschlossen. Das sind zusätzliche Maßnahmen nach der Einführung der Maskenpflicht in der Grundschule, der Erhöhung der Selbsttests von zwei Mal wöchentlich auf dreimal wöchentlich zum 15. November und der Förderrichtlinie „Schulluft“.  

Die Belastung durch die Corona-Pandemie verschärft sich weiter: Landesweit über 15.000 neue bestätigte COVID-19-Fälle innerhalb der letzten Woche. Erstmals liegt die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 600, in den drei südlichen Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Spree-Neiße sogar über dem Schwellenwert von 1.000. Krankenhäuser, Arztpraxen und Gesundheitsämter kommen an ihre Belastungsgrenzen. Vier der fünf Krankenhaus-Versorgungsgebiete liegen bei der Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz über dem bundeseinheitlichen Schwellenwert von 3, eines davon bereits über dem Wert von 6. Um die rasante Ausbreitung der wesentlich infektiöseren Delta-Variante von SARS-CoV-2 zu bremsen, verschärft Brandenburg die Corona-Maßnahmen nochmal deutlich. Das Kabinett hat dazu heute die Zweite SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung beschlossen. Sie tritt bereits am morgigen Mittwoch (24. November 2021) – gleichzeitig mit dem neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes – in Kraft und gilt zunächst bis zum Ablauf des 15. Dezember 2021.

Aufgrund der sich täglich auch in Brandenburg weiter verschärfenden Pandemie-Lage beabsichtigt die Landesregierung, bereits morgen die bestehende Eindämmungsverordnung zu verschärfen. Sie soll ab Mittwoch, 24. November, 00.00 Uhr gelten (zunächst bis einschließlich 15. Dezember). Dabei werden auch die neuen Schwellenwerte („Ampel“), die in der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Donnerstag vereinbart worden waren, in die Begründung zur Brandenburger Verordnung übernommen (Sieben-Tages-Inzidenz der Infektionen, Belegung Krankenhausbetten und Auslastung der Intensivmedizin).  

Aufgrund der inzwischen vielerorts auch in Brandenburg dramatischen Situation durch die Corona-Pandemie sollen die Impfangebote im Land flächendeckend deutlich ausgebaut werden. Wöchentlich sollen 160.000 Impfungen und damit insgesamt bis zu einer Million Impfungen bis Ende des Jahres durchgeführt werden. Auf dieses gemeinsame Ziel verständigten sich heute Nachmittag bei einem virtuellen Impfgipfel auf Einladung von Ministerpräsident Dietmar Woidke die Landesregierung, die Landkreise und kreisfreien Städte, die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB), der Hausärzteverband Brandenburg, die Landesärztekammer, die Landeskrankenhausgesellschaft, der Landkreistag sowie der Städte- und Gemeindebund. Alle Brandenburgerinnen und Brandenburger, die ihren vollen Impfschutz vor circa sechs Monaten abgeschlossen haben, sollen schnellstmöglich ein Angebot für ihre Auffrischungsimpfung („Booster“) erhalten. Gleichzeitig sollen Ungeimpfte Angebote für Erst- und Zweitimpfungen erhalten. Diese Punkte wurden in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten (Anlage).