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Ermittlern des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg gelang in den Morgenstunden des 24. Juni 2020 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin ein weitreichender Schlag gegen eine international agierende Bande mutmaßlicher Autoschieber. Bei zahlreichen Durchsuchungen im Raum Berlin/Brandenburg sowie in Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern konnten 25 hochwertige Fahrzeuge sichergestellt werden. Des Weiteren konnten Vermögenswerte (Bargeld, Luxusuhren, hochwertige Motorjacht) in Höhe von über 900.000 Euro gesichert werden. Gegen zwei der zwölf Beschuldigten wurden die von der Staatsanwaltschaft Berlin zuvor erwirkten Haftbefehle vollstreckt.

Über 200 Einsatzkräfte der Zollfahndungsämter Berlin-Brandenburg, Hamburg, Dresden und Frankfurt am Main sowie des Hauptzollamts Potsdam mit zwei Spürhunden waren an der Maßnahme beteiligt. Weiterhin wurde diese durch die Bundespolizei und die Landespolizei Berlin unterstützt. Seit 2015 soll die Gruppierung der deutschen Tatverdächtigen im Alter von 25 bis 52 Jahren die zum Teil gepanzerten Luxusfahrzeuge auf dem russischen Automarkt erworben und im vorgetäuschten Reiseverkehr nach Deutschland verbracht haben, ohne sie zu verzollen. In der Folge sollen die Tatverdächtigen bei verschiedenen Zulassungsstellen mit manipulierten Papieren Ausfuhrkennzeichen beantragt haben.

 

Mit diesen Kennzeichen konnten die Fahrzeuge einen deutschen Fahrzeugschein erhalten und wurden im Anschluss europaweit auf dem privaten Automarkt gewinnbringend veräußert. Der bislang ermittelte Steuerschaden beläuft sich auf über drei Millionen Euro. Arrestbeschlüsse in gleicher Höhe werden derzeit vollstreckt. Die Ermittlungen dauern an.