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Landkreis Uckermark - Am frühen Morgen des 21.02.2021 waren Beamte der Gemeinsamen Operativen Fahndung von Bundespolizei, Polizeiinspektion Uckermark und des Zoll (GOF Uckermark) mit insgesamt drei Fahrzeugen auf ihrer Streife unterwegs. Gegen 05:20 Uhr stachen ihnen im Stadtgebiet Schwedt/Oder ein Audi mit hessischen Kennzeichen sowie ein Skoda mit polnischen Kennzeichen ins Auge, die offensichtlich aus Polen in das Bundesgebiet eingereist waren. Ihrem kriminalistischen Spürsinn folgend, wollten die Fahnder sich die Insassen der Autos einmal genauer betrachten. Doch hatte nun auch der Fahrer des Audis mitbekommen, dass Ordnungshüter ihm auf den Fersen waren. Er beschleunigte seinen Wagen und suchte sein Heil in der Flucht. Eines der Fahndungsfahrzeuge folgte ihm daraufhin, während sich eine zweite Besatzung des Skodas annahm. In diesem fanden sich drei Männer im Alter von 50, 45 und 31 Jahren. Der Fahrer erwies sich als polnischer Staatsbürger, während seine Begleiter syrischer Nationalität waren. 

In der Zwischenzeit schien der Mann im Audi entschlossen, nun wieder die Fahrtrichtung Polen einzuschlagen und so seinen Verfolgern zu entkommen. In der Brückenstraße hatten da aber bereits die Fahnder des dritten Streifenwagens, in diesem Fall zwei Bundespolizisten, Stellung bezogen. Sie waren mit ihrem eingeschalteten Blaulicht auch sichtbar als Polizeikräfte zu erkennen. Das hinderte den Mann am Steuer des Audis aber nicht, sich die Flucht durch Rammen des zivilen Polizeiautos erzwingen zu wollen. Dabei erlitt der 44 Jahre alte Fahrer des Einsatzfahrzeuges schwere Verletzungen. Er musste von Rettungskräften aus dem Wageninneren befreit und mit einem Rettungshubschrauber in ein Berliner Krankenhaus ausgeflogen werden. Sein Kollege hat nach ersten Erkenntnissen glücklicherweise keine größeren Blessuren davongetragen.

Auch der Audifahrer wurde bei dem Geschehen schwer verletzt. Der 44 Jahre alte Syrer kam ebenso mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus. Sein rücksichtsloses Vorgehen brachte ihm den Vorwurf des versuchten Tötungsdeliktes ein. Die Ermittlungen dazu übernahm die Mordkommission der Polizeidirektion Ost. Eine vorläufige Festnahme ist ausgesprochen und der Mann wird nun im Krankenhaus von Polizeikräften bewacht. In seinem Fahrzeug entdeckte man mehrere Hundert Stangen unverzollter Zigaretten. Daraus resultiert ein weiterer Tatvorwurf, nämlich der des Verstoßes gegen die Abgabenordnung. Dieses Deliktes nimmt sich der dafür zuständige Zoll an. 

Gegenwärtig wird geprüft, was die Insassen des Skodas mit dem Sachverhalt zu tun haben. Auch dieses Trio ist vorläufig festgenommen. Die zu klärende Frage lautet, ob man es hier mit einem arbeitsteiligen Vorgehen aller vier Männer zu tun hat und die Fahnder das gemeinsame Tun vereitelten.