19:27 Uhr – 43 Fahrzeuge, 17 zum teil schwerverletzte bei Massenkarambolage in Schwandorf-Süd (Bayern) – Großeinsatz für Rettungskräfte –
SCHWANDORF. Am 06.03.2010 ereignete sich um 16 Uhr ein Verkehrsunfall auf der BAB A 93 Regensburg Richtung Weiden, zwischen den Anschlussstellen Schwandorf Süd und Schwandorf Mitte, mit 40 Pkw und drei Lkw..
Kurz zuvor war dort ein Verkehrsunfall ohne Verletzte, bei dem drei Pkw beteiligt waren, passiert.
In der Folge ereignete sich der Massenunfall mit 43 Fahrzeugen, bei dem insgesamt 17 Personen verletzt wurden, zwei davon schwer. Es entstand ein Sachschaden von mehreren 100.000 Euro. Unfallursächlich dürfte nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringer Abstand auf schneeglatter Fahrbahn gewesen sein.
Die beteiligten Fahrzeuginsassen wurden ins Feuerwehrgerätehaus Schwandorf verbracht, wo sie medizinisch betreut wurden.
Eine der beiden schwerer verletzten Personen ist eine 52-jährige Frau aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, die mit dem Rettungshubschrauber in das Amberger Klinikum verbracht wurde. Bei der zweiten schwerverletzten Person handelt es sich um eine Schwandorferin, die mit dem Notarzt ins Krankenhaus kam.
Die beteiligten drei Lkw sind in Deutschland, Rumänien und Kroatien zugelassen. Die meisten am Unfall beteiligten Pkw kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, mehrere aus Tschechien und ein Pkw aus Litauen.
Eingesetzt waren zwei Notärzte und ein Leitender Notarzt sowie ein Einsatzleiter des Rettungsdienstes mit 45 weiteren Rettungssanitätern.
Des weiteren ein Notfallseelsorger und neun Einsatzkräfte des Kriseninterventionsteams der Johanniter Schwandorf. Aus ihren Reihen stammte auch ein Dolmetscher
für die tschechischen Unfallbeteiligten.
Seitens der Feuerwehr waren insgesamt 50 Kräfte der umliegenden Wehren unter der Leitung von Kreisbrandrat Robert Heinfling eingesetzt.
Die Feuerwehr hatte zur Betreuung und Erstsichtung der Verletzten ein Zelt an der Unfallstelle aufgebaut.
Die BAB A 93 ist zwischen den beiden genannten Anschlussstellen seit 16 Uhr in beide Richtungen komplett gesperrt. Es entwickelte sich ein Rückstau
von etwa sieben Kilometern. Die Vollsperrung wird wegen der Bergungsmaßnahmen voraussichtlich bis ca. drei Uhr (07.03.2010) andauern.
Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Autobahnpolizeistation Schwandorf.
Polizeipräsidium Oberfalz

