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Unaufhaltsam bahnt sich die digitale Revolution ihren Weg - nicht nur in Deutschland, sondern in allen Teilen der Erde. Erhebliche Auswirkungen hat das für den gesamten Lebensbereich des Menschen. Nicht nur privat, auch beruflich ändert sich mit der Digitalisierung sehr viel. Innovationen auf der IFA offenbaren das Potenzial der digitalen Lebenswelt. Nicht alle Arbeitnehmer werden von der Industrie 4.0 profitieren. Sie sind abhängig davon, wie das eigene Unternehmen oder die Branche die Digitalisierung umsetzt und die Wettbewerbsfähigkeit erhält. Setzen Unternehmen auf den digitalen Fortschritt, hat das durchaus signifikante Vorteile für ihre Angestellten. Wie entwickelt sich die deutsche Arbeitswelt mit der Digitalisierung?

Ein radikaler Wandel

Mit der Geburt der Wortneuschöpfung Industrie 4.0 soll die neuste industrielle Revolution erklärt werden. Tatsächlich geht mit der Digitalisierung eine tief greifende und dauerhafte Veränderung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse einher. Die Auswirkungen für die Gesellschaft sind immens. Nicht einmal die Erfindung der Fließbandarbeit und Massenproduktion hatte solch gravierende Auswirkung auf die Arbeitswelt. Industrieroboter, die elektrischen Helfer in Arbeitshallen, übernehmen zunehmenden die Arbeit. Waren vor zehn Jahren weltweit noch rund eine Million Roboter im Einsatz, steigt ihre Zahl bis 2021 auf fast vier Millionen. Binnen eines Jahrzehntes hat sich ihre Zahl dann vervierfacht. Im Gegenzug benötigten die Unternehmen immer weniger menschliche Arbeiter für die Produktion.

Gefährdet sind die Qualifizierten

Die Industrie 4.0 trifft alle Branchen, aber nicht gleichermaßen. Es wird auch in der Zukunft einen hohen Bedarf an menschlichen Arbeitskräften geben. Eine massenhafte Entlassung sehen Arbeitsmarktexperten nicht. Auswirkungen auf die Arbeitswelt hat die Digitalisierung dennoch. Berufsbilder und Anforderungsprofile ändern sich. Das schafft neue Jobs und macht etablierte Berufe obsolet. Gewinner der Industrie 4.0 werden hoch qualifizierte Arbeitnehmer sein. Profiteure sind zudem Menschen in Berufen, die sich nicht digitalisieren lassen. Angestellte in Gesundheits- und Sozialberufen bei der Johannesstift Diakonie gAG und anderen großen Trägern profitieren, ebenso Kreative und Personen in der IT-Branche. Ihre Jobs lassen sich nicht automatisieren. Gefährdet sind qualifizierte Arbeitnehmer im Fachkräftebereich, die viele Routinetätigkeiten übernehmen. Etwa in der Werkhalle, aber auch im Büro. Ihre Arbeitsprozesse lassen sich einfach automatisieren.

Beispiele der Industrie 4.0

Schon heute offenbart sich der Nutzen der Digitalisierung in der Arbeitswelt. Unternehmen automatisieren Prozesse und senken dadurch ihre Lohnstückkosten deutlich. Ein Einsparpotenzial von 50 Prozent ist in der Industrie 4.0 möglich. Ein Teil der eingesparten Kosten ergeben sich aus niedrigeren Arbeitskosten. Die Angestellten müssen dabei nicht zwingend leiden. Durch Fortbildungen und Spezialisierungen können sie in anderen Bereichen des Unternehmens eingesetzt werden. Ein Vorreiter ist in Deutschland das mittelständische Unternehmen Stiebel Eltron. Trotz Digitalisierung gab es hier keine Entlassungen.

Ein Beispiel für die Möglichkeiten der Industrie 4.0 sind smarte Sensoren von RS Component. Sie können viel mehr als nur Messwerte erfassen und weitergeben. Neben der eigentlichen Erfassung von Messwerten verarbeiten die Sensoren eingehende Signale und bereiten sie auf. Ausgestattet sind sie mit einem Mikroprozessor, der einfache

Rechenfunktionen möglich macht.

Smarte Sensoren werden deshalb als smart bezeichnet, weil sie mitdenken. Ohne Anschluss an ein Netzwerk können sie Prozesse verstehen und steuern – dezentral statt zentralisiert. Positiv wirkt sich das auf die Effizienz bei der Produktion aus. Zudem sorgen smarte Sensoren für mehr Sicherheit und verhindern Unfälle oder Produktionsausfälle.