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Laut einer Recherche der Kraftfahrtbundesbehörde fährt im Schnitt jeder fünfte Autofahrer noch im Juni mit seinen alten Winterreifen. Dem Umstand geschuldet, dass Winterreifen bei hohen Temperaturen bei Weitem schneller verschleißen als gleichwertige Sommerreifen, sollte jedem verantwortungsbewussten Autofahrer zu denken geben. Neben einem verkürzten Bremsweg, der bereits bei 100 km/h circa 5 Meter auf trockener Fahrbahn beträgt, wäre dies auf einer Autobahn der kleine Faktor, der entscheidend über Leben und Tod bestimmt.

Das erhöhte Unfallrisiko mal ganz außer Acht gelassen, wird durch den steten Wechsel von Sommer- und Winterbereifung der Spritverbrauch des Fahrzeugs auf ein Minimum gesenkt und das Fahrverhalten des Fahrzeugs an sich stabilisiert und gefestigt. Diese Sicherheit beim Fahren macht sich besonders bei dem im Sommer immer häufiger vorkommenden und plötzlich auftretenden Schlagregen bemerkbar. Ein Sommerreifenprofil ist genau für diese Wetterverhältnisse angepasst worden und besitzt darüber hinaus spezifische Nass- und Trockenbremseigenschaften. Dies sorgt nicht nur für stabilere Fahreigenschaften, sondern erhöht gleichermaßen die Verkehrssicherheit.

Die handelsüblichen Merkmale eines Sommerreifens!

Die handelsüblichen Kennzeichnungen eines Winter- und Sommerreifens macht es den Verbrauchern generell einfach, diese zu erkennen. Die unübersehbare Symbolik auf Winter- und Ganzjahresreifen, eine Schneeflocke oder die Abkürzungen M + S für Matsch und Schnee, sind einprägsam und für jeden nachvollziehbar. Die richtige Reifengröße wird hingegen kennzeichnungspflichtig sowohl in den Fahrzeugpapieren als auch direkt auf dem Reifenmantel direkt angegeben. Der unübersehbare Code gibt zunächst die Reifenbreite in Millimetern an, gefolgt von dem prozentualen Verhältnis zwischen der Reifenbreite sowie der Seitenwandhöhe. Die letzte Zahl bezieht sich hingegen auf den Reifendurchmesser, der für die Installation auf der Felge das entscheidende Kriterium darstellt.

Die Qualität eines sehr guten Sommerreifens wird durch dessen Materialzusammensetzung (Gummimischung) sowie seinem Profil bestimmt. Gegenüber einem Winterreifen, der vom Material her weicher ist und sich durch einen höheren Anteil von Naturkautschuk auszeichnet, besitzt ein Sommerreifen auch die geringere Profilhöhe. Die Profiltiefe eines neuen Sommerreifens beträgt in der Regel 8-9 Millimeter, wohingegen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe 1,6 Millimeter betragen sollte. Für die Fahrzeugstabilität ist jedoch ein Mindestprofil von 3,0 Millimeter empfehlenswert.

Hinkt der Reifen in puncto Design hinterher?

Allen modernen Designstudien des Automobils zum Trotz hat sich der Reifen als Fahrzeugteil seit seiner Erfindung im Jahr 1845 durch den Schotten Robert William Thomson kaum verändert. Zwar nutzte der passionierte Tüftler für die ersten Pneumatiks aufgeblasene Tierdärme, das Prinzip bleibt jedoch immer das gleiche. Neben farblichen Akzentuierungen gibt die Fantasie dementsprechend auch nicht viel her, und der Autoreifen scheint genauso konstruktionsmäßig formstabil, wie einige Urzeittierarten auf dieser Welt. Die immer gleichbleibende Form sieht dennoch nicht über die Tatsache hinweg, dass sich hinsichtlich des Felgendesigns und einer ausgeklügelten Profilgestaltung des Reifenmantels dennoch immer wieder Veränderungen vollziehen. Ein guter Reifen sollte neben einem guten Aussehen, gute Antriebs-, Brems- und Lenkeigenschaften besitzen.

Der Trend geht demnach eher in Richtung „grüner Reifen“, welcher vor allen Dingen durch ein schlankeres Gewicht sowie einen verringerte Reibungswiderstand die Kraftstoffbilanz des Fahrzeugs um ein Vielfaches senken soll. In diesem Zusammenhang steht bei E-Fahrzeugen der Reifen ohne Luftdruck im Forschungsmittelpunkt von Michelin in der Studie „Concept Vision“. Andere Hersteller hingegen basteln an dem wiederverwertbaren Reifen oder dem intelligenten Reifen, der bei rutschiger oder nasser Fahrbahn auf das Fahrverhalten des Fahrzeugs einwirkt.