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Videospiele sind in unserer heutigen Gesellschaft ein fester Bestandteil des Alltags und tief in der Kultur verankert. Dies zeigen auch die Zahlen, die der game – Verband der deutschen Games-Branche kürzlich vorlegte. Basierend auf den Daten von GfK und App Annie konnte die deutsche Videospielbranche im ersten Halbjahr 2020 massiv zulegen. Mit einem beeindruckenden Umsatzwachstum blickt die Branche zuversichtlich in die Zukunft. Die Hauptstadt gehört auf dem deutschen Spielemarkt mit diversen Videospielunternehmen und -events zu den Hotspots der Industrie. Berlin als deutsche Bundeshauptstadt entwickelt sich damit zunehmend auch zur Hauptstadt der Spielebranche. Mit der Games-Förderung durch den Staat, die 2020 ins Leben gerufen wurde, soll die heimische Spieleentwicklung weiter vorangetrieben werden.

Eine Branche im Wachstum

Mit einem Umsatzplus von 27 Prozent konnte die Spielebranche in Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2020 immenses Wachstum verzeichnen. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz noch bei rund 2,9 Milliarden Euro, 2020 konnte der Wert auf über 3,7 Milliarden Euro gesteigert werden, wie der Verband mitteilte. Starke Zuwächse ließen sich unter anderem bei den In-Game-Käufen und beim Hardware-Kauf erkennen. Außerdem lässt sich ein eindeutiger Trend hin zu den Online-Diensten erkennen. Diese ermöglichen beispielsweise für eine monatliche Gebühr den Zugriff auf eine breite Auswahl an Spielen in einer Bibliothek. Mit diesen positiven Entwicklungen blickt die Games-Branche zuversichtlich in die Zukunft. Wie das Branchenbarometer des Verbands aufzeigt, gehen über 70 Prozent der Videospielunternehmen in Deutschland von positiven Entwicklungen im kommenden Jahr aus.

Das Angebot steigt

Ein Blick auf die weitreichende Vielfalt der Spiele von heute zeigt, wie sich die Branche zu einem Massenmarkt entwickelt. Eine Vielzahl an Gelegenheits-Games für Spielspaß zwischendurch eröffnet immer mehr Menschen die Tür zur Spielewelt. Klassische Gesellschaftsspiele wie Die Siedler von Catan, die man früher noch am Esstisch mit Freunden spielte, werden heute online gegen Menschen aus aller Welt gespielt. Auch Spiele, die zuvor lediglich in der Spielbank zu finden waren, sind heute online verfügbar und besonders beliebt. So etablieren sich zunehmend legale Online Casinos in Deutschland, die Spiele wie Slots und Tischspiele auf digitaler Ebene bereitstellen. Mit entsprechenden Lizenzen und Qualitätsprüfungen bieten sie Spielern auch im Internet eine sichere Spielumgebung, wie man sie aus dem Casino gewöhnt ist. Am anderen Ende des Spektrums befinden sich die zahlreichen Videospiel-Schwergewichte mit sagenhaften Grafiken und weitläufigen Welten. Mit Games wie League of Legends, Counter-Strike, PUBG und Co. greifen immer mehr Menschen in Deutschland zu Controller und Tastatur.

Berlin ist Hotspot der Spielebranche 

Mit der kontinuierlich steigenden Anzahl an Spielen lässt sich das Wachstum der Branche schnell erkennen. Die Hauptstadt Berlin nimmt auf dem deutschen Spielemarkt eine besonders wichtige Rolle ein. Während die Spieleentwicklung in Deutschland zwar über mehrere Gebiete verstreut ist, stellt Berlin einen wichtigen Hotspot dar. Neben unter anderem NRW, München und dem Rhein-Main-Gebiet ist Berlin nicht nur Bundes-, sondern auch Gaming-Hauptstadt. Diverse Videospielunternehmen haben sich dort niedergelassen, darunter einer der größten europäischen Entwickler, Ubisoft, sowie weitere Unternehmen wie Gameduell, Yager und King. Hinzu kommen diverse Events der Branche, die in der Hauptstadt abgehalten werden. So etwa die Gamesweekberlin, eine der führenden Events der Branche in Europa. Mit einem vielseitigen Programm für Endverbraucher und Fachleute wird die Videospielkultur und -industrie zum Mittelpunkt. Auch die EGX-Messe aus dem Vereinigten Königreich findet jährlich in Berlin statt.

Staatliche Games-Förderung seit diesem Jahr

Obwohl Berlin zu den Hotspots der Games-Branche in Deutschland gehört, haben es inländische Entwicklungen in Deutschland weiterhin schwer, sich bei der internationalen Konkurrenz zu behaupten. Während die Videospielindustrie in Deutschland stark zulegte, blieb nur ein sehr geringer Teil des Umsatzes bei heimischen Unternehmen. Mit knapp unter 5 Prozent der Einnahmen der Branche stagniert der Marktanteil inländischer Firmen. Von den insgesamt über 3,4 Milliarden Euro Umsatz, die 2019 erwirtschaftet wurden, gingen lediglich 168 Millionen Euro an deutsche Unternehmen. Um internationale Wettbewerbsfähigkeit erreichen zu können, wurde 2020 eine neue Förderung der Games-Branche durch den Staat ins Leben gerufen. Diese soll die Entwicklung von Computer- und Videospielen in Deutschland fördern. Ziel ist es, den Anteil von heimischen Spielen auf dem Markt zu erhöhen, mehr Spiele aus Deutschland zu ermöglichen und Arbeitsplätze in der Branche zu schaffen. Die Videospielbranche in Deutschland blickt zuversichtlich in die Zukunft. Und das aus gutem Grund: Mit einem immensen Umsatzplus ist die deutsche Games-Branche stark am Wachsen. Durch die staatliche Games-Förderung sollen nun inländische Produktionen vorangetrieben werden, um international wettbewerbsfähig zu werden. Auch Berlin, Hotspot der Branche, kann davon profitieren.