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Landeshauptstadt Potsdam: Nach erfolgreichen Sanierungsarbeiten ist die Leichtathletikhalle im Sportpark Luftschiffhafen heute wieder eröffnet worden. Oberbürgermeister Jann Jakobs übergab den symbolischen
Hallenschlüssel an die Geschäftsführer der Luftschiffhafen GmbH, Andreas Klemund und Petra Runge, sowie den Leiter des Bundesstützpunkts Leichtathletik, Kai-Uwe Meier. Gemeinsam gaben sie den Startschuss für das erste Trainingsrennen in der Halle.

„Ich freue mich, dass die Sportlerinnen und Sportler vom Bundesstützpunkt, von Vereinen, der Sportschule und der Universität die Halle jetzt, zu Beginn der Hallensaison, wieder uneingeschränkt nutzen können. Über viele Monate hinweg haben sie mit Verständnis und Flexibilität auf die schwierige Situation reagiert“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. „Allen Beteiligten danke ich für das Engagement, die Konzentration und das Tempo, mit dem sie dieses anspruchsvolle Sanierungsprojekt geplant und umgesetzt haben.“ Jakobs
hob die konstruktive Zusammenarbeit mit der ProPotsdam GmbH als Projektsteuerer, der Luftschiffhafen GmbH als Geschäftsbesorger, den planenden und ausführenden Unternehmen sowie mit der Bauaufsicht der Landeshauptstadt Potsdam und dem Fachbereich Bildung und Sport hervor und verwies besonders auf die Arbeit der Task Force unter der Leitung
der Sportbeigeordneten Dr. Iris Jana Magdowski. „Mit einem gemeinsamen Kraftakt ist es gelungen, die Sanierung der beiden Dächer der Leichtathletik- und der Schwimmhalle im geplanten Zeit- und Kostenrahmen abzuschließen. Darauf können wir stolz sein.“ Die Leichtathletikhalle war im Dezember 2013 zeitgleich mit der Schwimmhalle im Sportpark Luftschiffhafen aus Sicherheitsgründen geschlossen worden, nachdem Mängel an den Dächern festgestellt worden waren. Die Abhängepunkte der Tragkonstruktionen waren korrodiert und an der Leichtathletikhalle war bei einer früheren Sanierung die Dachlast erhöht worden, sodass Gutachter ein plötzliches Versagen der Konstruktion nicht ausschließen
konnten. Das machte eine sofortige Sanierung notwendig. Für das außergewöhnliche Projekt hatte die SVV im Januar dieses Jahres 4,9 Millionen Euro bereitgestellt. Bereits im Mai konnte die Schwimmhalle nach erfolgreicher Sanierung wiedereröffnet werden. „Für beide Dächer mussten wir eine neue Konstruktion der Abhängepunkte entwickeln. Von der Vermessung über die Herstellung bis zum Einbau der neuen Knoten war das Millimeterarbeit“, sagt Petra Runge, Bereichsleiterin Modernisierung/Instandsetzung der ProPotsdam GmbH. Die Arbeiten an der Leichtathletikhalle waren umfangreicher. Parallel zum Einbau der neuen Knoten wurde das alte, etwa 9000 Quadratmeter große Dach Stück für Stück abgedeckt und mit einem neuen Aufbau mit einer neuen Abdichtung versehen. Dabei handelt es sich um eine PVC-freie, recyclingfähige, mehrschichtige, verstärkte  Kunststoffbahn mit sehr
guten mechanischen und thermischen Eigenschaften. Die Bahnen wurden mechanisch befestigt und untereinander mit Heißluft verschweißt. Mit dem Abschluss dieser Arbeiten ist die Aufgabe der unmittelbaren Gefahrenabwendung erledigt und die Halle kann wieder ohne Einschränkungen genutzt werden. Im Zuge von Instandhaltungsarbeiten werden als nächstes die Betonpylonen saniert. Diese Maßnahme kostet voraussichtlich 4,55 Millionen Euro bei einer erheblichen Mitfinanzierung von Land und Bund.