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Havelland - Mit gebastelten, gekauften oder geerbten Laternen, Blink-Dingern und Leuchtbrillen zogen am Freitagabend große und kleine Freunde des Laternenfests um die Ecken der historischen Altstadt Nauens. Von dem kurzen, aber kräftigen Regenschauer zu Beginn des Umzuges ließen sich die Menschen des ehemaligen Ackerbürgerstädtchens jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Nauen, 21.10.2019/ Am späten Nachmittag trafen sich traditionell bereits hunderte Besucher auf dem Sägewerkplatz nahe des restlos belegten Zentralparkplatzes, um sich mit Grillgut und Kaltgetränken, wahlweise Glühwein, für das Fest zu stärken.

Nach Einbruch der Dunkelheit setzte sich der Fanfarenzug des KSC Strausberg in Bewegung, der ja neben den kleinen Laternenträgern die wichtigste Rolle spielt und dabei den bunten Tross vorne wie hinten zusammenhält - damit jeder etwas von der Musik hat. Die Jugendfeuerwehr der Einheiten Nauen, Markee und Bergerdamm sorgte für die Sicherheit während des Umzuges, die Polizei regelte routiniert den Straßenverkehr.

 

Der Feuerwehrjugendwart der Einheit Nauen Nico Wendt schätzte ein: „Die Musikanten im Fanfarenzug sind stets froh, wenn sie von unseren Kameradinnen und Kameraden gesichert werden, damit keine Besucher in die Formation geraten. Da könnte es leicht zum Sturz kommen, was in all den Jahren aber noch nie passiert ist.“ Eine Händlerin aus Schönwalde-Glien bot am Eingang zum Sammelplatz die aktuellsten Laternen-Trends an: „Ganz neu in diesem Jahr und sehr gefragt sind die blinkenden Blumenkränze, die man sich auf den Kopf setzen kann. Aber auch die blinkenden Prinzessinnenkrönchen verkaufe ich sehr gut“, lautete ihre Empfehlung. Die vielen ortsfremden Kennzeichen auf dem Zentralparkplatz sind ein sicheres Zeichen dafür, dass das Laternenfest keine ausschließlich „Nauener Sache“ mehr ist, sondern – ähnlich wie die Nauener Hofweihnacht – die Besucher aus dem gesamten Havelland anzieht.

Rico Pohmrehn, stellvertretender Ortswehrführer der Einheit Nauen schätzt die Besucherzahl auf rund 4500. „Wenn sich der gesamte Umzug auf dem Sägewerkplatz gesammelt hat, kann man die Teilnehmerzahl gut abschätzen, zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch die Polizei.“ Die Nauenerin Anita Kurth war mit ihrer gesamten Familie beim Fest – ausgerüstet mit Leuchtbrillen. „Für uns ist das Laternenfest der alljährliche Höhepunkt in Nauens Veranstaltungskalender, den wir uns in keinem Jahr entgehen lassen.

Ein Spaß für die ganze Familie“, sagte sie. Auch Bürgermeister Manuel Meger (LWN) trifft man in diesem Jahr wieder auf dem zauberhaften Spaziergang durch die historische Altstadt. „Das traditionelle Laternenfest ist für meine Familie eine prima Einstimmung auf den Herbst, die wir in keinem Jahr verpassen“, so der Bürgermeister. Für den krönenden Abschluss des Abends sorgte indes das Team um Pyrotechniker Steffen Rahmel mit seinem computergesteuerten Abschlussfeuerwerk, das ebenfalls die Feuerwehr gestiftet hatte.