Hier könnte auch Ihre Werbung stehen ...

Der zweite Teil der Ausstellungsreihe „Landschaft und Gärten“ ist aktuell im Museum Schloss Ribbeck zu betrachten. Wurde im vergangenen Winter der Fokus auf die Gegenüberstellung des Werkes von Takayuki Daikoku und Susanne Knaack gesetzt, wird der Kreis der Künstlerinnen und Künstler beim zweiten Teil erweitert. Die Ausstellung schließt bewusst an das Land-Art-Projekt von Takayuki Daikoku an, das im nahegelegenen Landschaftspark Wagenitz zu erleben ist, und soll den Blick auf andere künstlerische Positionen lenken, die sich direkt oder indirekt mit dem Thema Landschaft und Gärten auseinander setzen. Zu sehen sind in der neuen Ausstellung Werke von Ute Essig, Takayuki Daikoku, Nataly Hocke, Susanne Knaack, Katja Kollowa, Henrik U. Müller, Ursula Sax und Stefan Thiel. Kuratiert wird die neue Ausstellung von Semjon H.N. Semjon. Alle uns umgebenden Landschaftsräume sind ein Werk des Menschen. Erst im 19. Jahrhundert wurde die bis dahin über Jahrhunderte durch Rodung nahezu versteppte Landschaft im deutschen Raum durch bürgerschaftliche und nationale Wiederaufforstungsprogramme zu dem, was wir heute als Landschaft begreifen und erleben. Kaum ein Wald ist noch ein ursprünglicher, urwüchsiger Wald. Die Sehnsucht der Romantik nach der Natur, die bis heute anhält, orientiert sich an einer Konstruktion von Landschaft, die nichts mit der ursprünglichen, sich selbst überlassenen und unberührten Natur zu tun hat. Wenn der traditionelle Blick auf dieses „klassische“, vor allem durch die Romantik überlieferte Landschaftsbild verlassen wird, öffnen sich viele neue Möglichkeiten, den Begriff Landschaft zu verstehen und seine Konstruktion aufzudecken. Die Ausstellung „Landschaft und Gärten, Teil 2“ ist Teil des Begleitprojektes zur Bundesgartenschau und ist noch bis zum 27. September 2015 täglich im Museum im Schloss Ribbeck von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

Die Finissage findet am Sonntag, 27. September 2015, um 15 Uhr im Museum im Schloss Ribbeck, Theodor-Fontane-Straße 10, 14641 Nauen OT Ribbeck statt.