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Potsdam - Entschärfung am Mittwoch, 18. September / Sperrkreis wird um 8:15 Uhr geschlossen - Fünf 250 Kilogramm schwere Fliegerbomben US-amerikanischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg sind bei der systematischen Kampfmittelsuche beidseitig der Michendorfer Chaussee gefunden worden. Die Entschärfung der Blindgänger soll am Mittwoch, 18. September, durch Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg erfolgen. Da es sich um zwei unterschiedliche Fundorte handelt, wird die Bombenentschärfung in zwei Phasen eingeteilt. 

Erste Phase Begonnen wird mit Phase 1 und der Entschärfung dreier Blindgänger im Wald zwischen Michendorfer Chaussee und Templiner Straße. Um den Fundort wird ab 8:15 Uhr ein Sperrkreis von rund 800 Metern eingerichtet. Etwa 800 Menschen, die innerhalb des Sperrkreises leben, müssen diesen bis 8:15 Uhr verlassen haben. Im Sperrgebiet befinden sich unter anderem die Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen in der Leiterstraße, Sportplätze und mehrere Mehr- und Einfamilienhäuser entlang der Templiner Straße und auf Hermannswerder.

Die B2, Michendorfer Chaussee, ist nicht von den Sperrungen betroffen. Nicht im Sperrkreis liegen unter anderem das Inselhotel Hermannswerder, das Evangelische Hospiz, die Oberlin-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sowie das Evangelische Gymnasium Hermannswerder. Schülerinnen und Schüler sowie Besucherinnen und Besucher können noch bis 8:15 Uhr die Insel über die Straßen Hermanswerder und Alter Tornow befahren. Nach Schließung des Sperrkreises ist es bis zur Aufhebung des Sperrkreises nicht mehr möglich, die Insel mit dem Auto oder dem Bus zu verlassen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann die ganze Zeit über die Fähre genutzt werden, die an diesem Tag häufiger und nach Bedarf fährt. 

Einschränkungen für den Verkehr gibt es auch in der Templiner Straße. Diese wird ab 8:15 Uhr zwischen Waldbad Templin und Templiner Eck gesperrt. Stadtauswärts müssen Autos und Radfahrer vom Brauhausberg kommend über die B2 in Richtung Michendorf nach Caputh fahren. Stadteinwärts wird der Verkehr aus Caputh kommend am Abzweig nach Michendorf über die B2 (Michendorfer Chaussee) nach Potsdam geleitet.

Von den Sperrungen betroffen sind die beiden Buslinien 694 und 607. Sobald der Sperrkreis abgesichert ist und der Sprengmeister mit der Entschärfung beginnt, wird der Verkehr auf den Linien komplett unterbrochen. Die Vollsperrungen gelten bis zur offiziellen Entwarnung. Während der Sperrung steht die Preußenschenke als Aufenthaltsort für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner zur Verfügung.

Unter dem Link https://egov.potsdam.de/gis-kmb kann eine adressgenaue Karte zum Sperrkreis eingesehen werden. 

Zweite Phase

Der zweite Fundort liegt mitten im Forst Potsdam, östlich der Michendorfer Chaussee. Hier wurden zwei 250 Kilogramm schwere US-Fliegerbomben gefunden. Da der Fundort mitten im Forst liegt, sind Evakuierungen nicht nötig und es gibt auch keine Einschränkungen für den Verkehr. Die Waldwege werden abgesperrt. Mit der Entschärfung dieser beiden Bomben wird erst nach dem Einsatz der Phase 1 begonnen. 

Insgesamt sind die fünf gefundenen Fliegerbomben die Weltkriegssprengkörper 197, 198, 199, 200 und 201 seit 1990 in der Landeshauptstadt. In dieser Statistik werden Fliegerbomben ab 100 Kilogramm erfasst. 

Etwa 300 Helferinnen und Helfer aus der Stadtverwaltung, von der Berufsfeuerwehr, von freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei werden am Mittwoch im Einsatz sein, um den Sperrkreis zu evakuieren und abzusichern. Informationen rund um die Entschärfung und den Sperrkreis erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt ab Montag unter der Nummer (0331) 289 1677 oder unter der (0331) 289 1642.

Personen, die nicht selbstständig den Sperrkreis verlassen können, melden sich bitte frühzeitig bei der Potsdamer Feuerwehr unter (0331) 370 1216, um einen Transport für Mittwoch zu bestellen.