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Eine stufenweise Öffnung von Kindertageseinrichtungen muss mit deutlich mehr Schnelltests für das Personal einhergehen. In Potsdam wird diese Strategie zur sicheren Öffnung bereits umgesetzt. Franziska Giffey besuchte dort eine Kita.

Bundesfamilienministerien Franziska Giffey hat am 15. Februar die AWO-Kita "Abenteuerland" in Potsdam besucht. Gemeinsam mit Mike Schubert, dem Oberbürgermeister der Stadt, verschaffte sie sich einen Einblick, wie Corona-Schnelltests vor Ort eingesetzt werden. In Potsdam sind die Kindertageseinrichtungen seit Anfang Februar unter erhöhten Corona-Schutzmaßnahmen wieder geöffnet. Die Beschäftigen in den Kindertageseinrichtungen testen sich zwei Mal pro Woche auf COVID-19. Der Einsatz dieser regelmäßigen Schnelltests ist ein zentrales Element der Potsdamer Strategie "Öffnen, aber sicher - Frühzeitig erkennen um zu handeln".

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey: "Das Potsdamer Beispiel zeigt, wie eine sichere Öffnung von Kindertageseinrichtungen durch verantwortungsvolle Maßnahmen gelingen kann. Solange das Personal von Kindertageseinrichtungen noch keine Impfungen erhält, sind regelmäßige Testungen mit Corona-Schnelltests ein wichtiger Baustein, um die Fachkräfte zu schützen. Mit diesem Konzept schafft Potsdam eine Öffnungsperspektive für Eltern und ihre Kinder, die durch die derzeitigen Einschränkungen an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Entscheidend für die Praktikabilität ist hier die kinderleichte Anwendbarkeit der Tests durch die Nutzung von Speichel - denn: Spucken kann jeder. Damit kann man die Tests in die Breite bringen. Das ist jetzt auch dringend nötig."

Fachkräfte in den Einrichtungen schützen Insgesamt stehen den Trägern in Potsdam 20.000 Antigen-Spucktests zur Verfügung. Ziel dabei ist, die Fachkräfte in den Einrichtungen besser zu schützen und die Pandemie weiter einzudämmen. Die Beschäftigten führen die Schnelltests in den Kitas und der Kindertagespflege jeweils Montag- und Donnerstagmorgen durch. Die Tests liefern innerhalb von etwa 15 Minuten ein Ergebnis. Zeigt sich ein positiver Corona-Befund, werden die Fachkräfte noch durch einen zusätzlichen PCR-Test untersucht. Die Schutzmaßnahme wird von der Stadt Potsdam finanziert.

Eltern in der Corona-Pandemie unterstützen Aufgrund der Corona-Pandemie sind viele Kitas und Schulen zurzeit nur eingeschränkt geöffnet oder haben auf Distanzlernen von zu Hause aus umgestellt. Das stellt berufstätige Eltern vor große Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung. Um sie bei der Kinderbetreuung zu unterstützen, wurden die Kinderkrankentage für gesetzlich versicherte Berufstätige und ihre gesetzlich versicherten Kinder für das Jahr 2021 verdoppelt und ausgeweitet. Außerdem haben berufstätige Eltern und Selbstständige - unabhängig von ihrer Versicherungsform - einen Anspruch auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz, wenn sie ihre Kinder pandemiebedingt zu Hause betreuen müssen.