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„Notbremse“ nach drei Tagen Inzidenz-Wert über 100 in Potsdam - Landesregelung wird umgesetzt: Einzelhandel muss ab Mittwoch, 31. März, schließen Die Stadt Potsdam setzt die Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg um und zieht die vereinbarte „Notbremse“. Nachdem am heutigen Dienstag zum dritten Mal in Folge der Inzidenzwert über dem kritischen Wert von 100 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt, müssen unter anderem alle Läden des Einzelhandels ab Mittwoch, 31. März, wieder schließen. Ausgenommen sind Läden für Waren des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel Supermärkte, Drogerien, Bäckereien oder Apotheken. Auch Museen und Gedenkstätten bleiben ab Mittwoch geschlossen. Die Regelungen gelten für vorerst zwei Wochen, also mindestens bis zum 13. April. 

Das Verwaltungsgericht hat angeordnet, dass bei einem Baufachmarkt im Potsdamer Norden weiterhin ohne vorherigen Corona-Test eingekauft werden darf. Dies gilt nur im Verhältnis zum antragstellenden Baufachmarkt, jedoch dem Grunde nach nicht für alle Einzelhandelsbetriebe. Diese Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Potsdam zur Testpflicht in diesem Baufachmarkt nimmt die Landeshauptstadt zur Kenntnis. Ein Baufachmarkt-Betreiber im Potsdamer Norden hatte Ende vergangener Woche gegen die Allgemeinverfügung der Stadt vom 24. März Widerspruch eingelegt und vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Das Verwaltungsgericht hat dem Kläger im einstweiligen Rechtsschutz Recht gegeben. Die Allgemeinverfügung der Stadt ist jedoch als solche nicht verworfen worden. Die Testpflicht vor dem Einkaufsbummel würde damit weiterhin gelten, jedoch ist Potsdam heute den dritten Tag über der Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen und muss damit unter anderem den Einzelhandel wieder vollständig schließen. 

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher begibt sich vorsorglich in häusliche Absonderung. Sie nahm am vergangen Freitag (26.03.2021) an der Bundesratssitzung teil. Nach Hinweisen der Corona-Warn-App befinden sich mehrere Teilnehmende dieser Bundesratssitzung in häuslicher Selbstisolation, darunter Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sowie mehrere Fachminister. Gesundheitsministerin Nonnemacher hat sich am Freitag und über das Wochenende mehrfach auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen.

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten COVID-19-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden um 592 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 85.938 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 27.03.2021, 00:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen 76.501 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit (+360 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktuell Erkrankten bei 6.166 (+229).

Österreich - Am 26.03.2021 gegen 21:50 Uhr ereignete sich in 5102 Acharting auf der Lamprechtshausener Bundesstraße B 156 bei Strkm. 13,8 ein Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Aus bisher unbekannter Ursache kam der Lenker des Pkw, Audi A3 rechts von der Fahrbahn ab, prallte in weiterer Folge gegen einen Baum bzw. dort befindliches Gestrüpp und kam schließlich mit dem Fahrzeug im Straßengraben zum Stillstand. 2 der beteiligten Insassen wurden bei dem Aufprall aus dem Fahrzeug geschleudert. Alle der insgesamt 3 männlichen Beteiligten, 2 österreichische Staatsangehörige im Alter von 25 und 29 Jahren und ein deutscher Staatsangehöriger im Alter von 36 Jahren, kamen bei dem Verkehrsunfall ums Leben.

Die Brandenburger Landesregierung wird voraussichtlich am Dienstag eine Aktualisierung der Corona-Verordnung beschließen. Vorgesehen sind weitere Maßnahmen zur Eindämmung aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens. Dies gilt insbesondere für das private Umfeld sowie den Arbeitsbereich. Geplant sind aber auch Festlegungen, um im Rahmen regionaler

oder lokaler Modellprojekte zum Beispiel kulturelle Veranstaltungen durchführen zu können. Darauf hat sich das Kabinett heute Abend verständigt. Dieser Rahmen wurde heute auch bereits mit den Landräten und Oberbürgermeistern besprochen.