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Für Brandenburgs Kreise und kreisfreie Städte gilt ab Montag eine verschärfte Festlegung zur Eindämmung der Corona-Pandemie: Sobald dort der 7-Tage-Inzidenzwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, müssen regional Einschränkungen für mindestens 14 Tage vorgenommen werden. Dies hat das Kabinett heute Nachmittag in einer informellen Sitzung vereinbart. Die Landräte und Oberbürgermeister wurden bereits informiert. Damit wird der dritte Öffnungsschritt gemäß Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 3. März zurückgenommen. 

Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Potsdam unter Leitung des Oberbürgermeisters Mike Schubert hat am Mittwoch das erweiterte Konzept „Öffnen, aber sicher – Frühzeitig erkennen, um zu handeln“ beschlossen.

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten COVID-19-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden um 514 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 80.864 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 17.03.2021, 00:00 Uhr). Aktuell werden 331 Personen wegen einer COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich 87 in intensivmedizinischer Behandlung, hiervon müssen 72 beatmet werden. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen 73.746 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit (+305 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktuell Erkrankten bei 3.926 (+189). Die Zahl der bisher im Land Brandenburg durchgeführten Corona-Schutzimpfungen liegt bei insgesamt 243.455 (+8.312 im Vergleich zum Vortag; Gesamtzahl kumulativ ab dem 27.12.2020, Stand: 16.03.2021). Diese Gesamtzahl enthält 194.383 Erstimpfungen und 82.072 Zweitimpfungen.

Das Bildungsministerium passt die Testkonzeption für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an. Für das freiwillige Selbsttesten der Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen sind nun die Testkits der zweiten Lieferung zu verwenden, deren schulscharfe Auslieferung im Laufe dieser Woche beginnt. Sie sind einfacher zu handhaben und können auch Zuhause angewandt werden.

Vorsichtsmaßnahme: Paul-Ehrlich-Institut empfiehlt vorüberge-hende Aussetzung der Impfungen mit Impfstoff von AstraZeneca - Bis auf weiteres finden in Brandenburg keine weiteren Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff vom Hersteller AstraZeneca statt. Das betrifft sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen. Nach dem das Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) heute Nachmittag (15.03.) seine Empfehlung zur vorübergehenden Aussetzung der Impfung mit AstraZeneca veröffentlicht hat, wurden alle Impfstellen im Land über diese aktuelle Entscheidung sofort informiert und die Impfungen gestoppt. Neue Termin-Buchungen sind aktuell unter www.impfterminservice.de nicht möglich.

Der Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) folgend, setzt das Land Berlin Impfungen mit dem Impfstoff AstraZeneca zunächst aus. Grund für die Empfehlung des PEI sind „auffällige Häufungen einer speziellen Form von sehr seltenen Hirnvenen-Thrombosen (Sinusvenenthrombose) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca.“ Die Impfungen werden mindestens bis zum Abschluss einer Bewertung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) ausgesetzt.