Hamburg, Totes Baby in Wohnung endeckt, Mutter vom Balkon gesprungen

Hamburg-Trommelstraße – Drama im St. Pauli, Mutter tötet ihr Baby und springt vom Balkon - Eine 43-jährige Frau wurde gestern Nachmittag mit schweren Verletzungen auf dem Gehweg der Trommelstraße von Passanten aufgefunden. Polizeibeamte entdeckten wenig später in ihrer Wohnung einen toten acht Monate alten Säugling. Die Mordkommission des Landeskriminalamtes führt die Ermittlungen.



Nach den vorliegenden kriminalpolizeilichen Erkenntnissen stürzte sich die 43-Jährige vermutlich in suizidaler Absicht vom Balkon ihrer Wohnung aus dem vierten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Sie wurde nach der notärztlichen Versorgung mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht. Polizeibeamte betraten die Wohnung der 43-Jährigen und entdeckten in einem Zimmer den in einem Kinderbett liegenden leblosen acht Monate alten Säugling. Erste Wiederbelebungsmaßnahmen durch Polizeibeamte wurden von Rettungsassistenten und einer Notärztin fortgeführt, blieben jedoch erfolglos.

Die Kriminalbeamten konnten keine äußeren Verletzungen an dem Säugling feststellen. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt. Die 43-Jährige ist die Mutter des Säuglings. In der Wohnung stellten die Kriminalbeamten mehrere geöffnete Medikamentpackungen sicher.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg regte eine Sektion des Leichnams an.
Rechtsmediziner des Instituts für Rechtsmedizin führten heute Morgen die Obduktion des Leichnams durch. Es bestehen keine Anzeichen für eine äußerliche Gewalteinwirkung. Es liegen erste Anzeichen für eine mögliche Vergiftung vor. Zur Klärung der genauen Todesursache bedarf es weiterer feingeweblicher und chemisch toxikologischer Untersuchungen, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Ermittlungen der Mordkommission richten sich gegen die Mutter des Säuglings. Die 43-Jährige ist noch nicht vernehmungsfähig.

Polizei Hamburg

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