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Havelland-Mitte - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) machte am Donnerstag Station in Wachow. Gemeinsam mit Nauens Bürgermeister Manuel Meger und Ortsvorsteher Uwe Bublitz (beide LWN) machte sich der Ministerpräsident ein Bild vom fast sanierten Dorfgemeinschaftshausund der Ortsdurchfahrt, deren Zustand nicht nur die Wachower beklagen. Nauen, 01.03.2019/ Für die rund 900 Einwohner von Wachow, Golitz und Niebede soll das Dorfgemeinschaftshaus mehr Versorgungsangebote bieten als bislang. In drei Bauabschnitten wird dazu die alte Villa im Ortskern von Wachow saniert.

Rund 1,33 Millionen Euro werden dazu in die Hand genommen, davon stammen etwa 700 000 Euro aus Fördermitteln der Europäischen Union. Während des Rundgangs durch die Villa, in der noch nicht alle Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, besichtigte Ministerpräsident Woidke auch die Räumlichkeiten der künftigen Gemeinschaftspraxis. Am 11. März wird die Praxis für Allgemeinmedizin in Kooperation mit der Havelland Klinik ihre Pforten für die Patienten öffnen. In der Zahnarztpraxis können indes die Patienten ab dem 1. April behandelt werden. Ortsvorsteher Uwe Bublitz richtete seinen Dank an alle Akteure, die sich sehr bemüht haben, dass das Dorfgemeinschafts fertig wird. In der zweiten Jahreshälfte 2019 soll dann der dritte und damit letzte Bauabschnitt beginnen. Bürgermeister Meger erklärte: „Das Haus soll für die ländliche Entwicklung umgebaut werden – so, wie es auch mit dem Dorfgemeinschaftshaus in Groß Behnitz bereits geschehen ist.

So ist die Idee einst entstanden, gemeinsam mit der Kita, den Praxen und der Volkssolidarität das „Dorfleben“ in einem Haus stattfinden zu lassen.“ „Bot die alte Villa bislang Räumlichkeiten für Kita, Volkssolidarität und Heimatverein, soll das sanierte Haus künftig auch im Kellergeschoss einen großzügigen Jugendclub bieten“, erläuterte Liane Döring, die den Besuchern einen spannenden Einblick in die Geschichte des Hauses gab. Sie ist die Ortsgruppenchefin der Volkssolidarität Wachow. „Im Obergeschoss, also auf gleicher Höhe der beiden Praxen, wird dann das Heimatmuseum sein neues Domizil finden“, sagte sie. Die Villa diente ursprünglich der Familie Scharping als Gutsherrnhaus, bevor diese nach Kriegsende enteignet wurde. Zu DDR-Zeiten wurde das Haus als Polytechnische Oberschule und Mitte der 1990er-Jahre als Grundschule genutzt.

 

„Für die Menschen hier im Dorf ist das Dorfgemeinschaftshaus super“, lobte der Ministerpräsident. „Es ist ein großer Fortschritt gerade auch für junge Familien, wenn man künftig die ärztliche Versorgung und die Kita gleich vor der Tür hat“, so Woidke. Im Anschluss ging die Besuchergruppe, zu der unter anderem auch Landtagsmitglied Udo Folgart (SPD) und der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Johannes Funke gehörten, zur Ortsdurchfahrtsstraße. Dort machte Ortvorsteher Bublitz Ministerpräsident Woidke auf den schlechten Zustand der Straße aufmerksam.

„Seit zehn Jahren versuchen wir in Wachow, auf den Sanierungsbedarf der L 91 hinzuweisen. Wir haben eine der schlechtesten Ortsdurchfahrten im Havelland“, kritisierte er, während der Verkehr am Besuchertross vorbeipolterte. Der jetzige Zustand gehe zu Lasten der Sicherheit. „Die Straße ist für uns lebenswichtig“, appellierte Bublitz an Woidke. Bürgermeister Meger stellte Unterstützung seitens der Stadt in Aussicht, für den Fall, dass es zu einer Sanierung kommen sollte. Weiterhin verwies er auf die ebenfalls sanierungsbedürftige Ortsdurchfahrt Markee, L 83.

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