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Sie sind klein, nicht größer als eine Cremedose, leisten aber einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Kippenflut im Landkreis Havelland. Am 29. Februar haben Landrat Roger Lewandowski, Beigeordneter und Umweltdezernent Michael Koch sowie die Stinknormalen Superhelden ein Leuchtturm-Projekt für den Schutz der Umwelt an den Start gebracht. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung wurden 500 Taschen-Aschenbecher und 12 spezielle Tonnen für alle Verwaltungsstandorte angeschafft, in denen die kleinen Aschenbecher to go geleert werden können.

Der Sinn dahinter ist einfach erklärt: Wenn Zigarettenkippen achtlos in die Natur oder auf die Straße geworfen werden, kann eine einzelne Zigarettenkippe 40 bis 60 Liter Grundwasser verunreinigen. Beim System des Vereins „Tobacycle“, mit dem der Landkreis eine Kooperationsvereinbarung geschlossen hat, werden die Kippen in den handlichen Aschenbechern und den Tonnen gesammelt, wiederverwertet und die nicht verwertbaren Reste anschließend fachgerecht entsorgt. Denn eine Kippe kann nur recycelt werden, wenn sie nicht verschmutzt ist, also nicht auf den Boden geworfen wird.

„Als die Stinknormalen Superhelden vor rund einem Jahr mit diesem Thema auf uns zugekommen sind und der Verein ‚Tobacycle‘ uns das System vorgestellt hat, waren wir sofort an diesem Nachhaltigkeitsprojekt interessiert. Denn achtlos weggeworfene Zigarettenkippen sind ein echtes Problem für die Umwelt und jede Kippe, die durch das nachhaltige System des Vereins nicht in der Natur landet, hilft dabei, unsere Natur zu schützen“, sagt Landrat Roger Lewandowski.

Rund 1300 Euro hat der Landkreis für die 500 Aschenbecher, die 12 Sammeltonnen und die Zusammenarbeit mit „Tobacycle“ investiert. „Wir verteilen die Taschenaschenbecher, die auch mit unserem kreiseigenen Nachhaltigkeitssiegel versehen sind, ab sofort an die rauchenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An jedem Verwaltungsstandort werden zudem die blauen Sammeltonnen bereitstehen, die von der HAW und anschließend von „Tobercycle“ abgeholt werden.

Über die stoffliche Verwertung entstehen daraus dann wieder Sammelbehälter für das Sammelsystem wie der Taschen- oder Tischaschenbecher“, erklärt Umweltdezernent Michael Koch. Wenn sich noch mehr Gemeinden, Unternehmen oder auch Privatpersonen diesem System anschließen möchten, können sie sich auch direkt im Umweltamt des Landkreises melden, das dann die entsprechenden Kontakte vermittelt. Die Kippenflut, die die Stinknormalen Superhelden schon seit Jahren intensiv beschäftigt, kann effektiv eingedämmt werden, wenn sich möglichst viele Gemeinden, Unternehmen und auch Privatpersonen an diesem nachhaltigen System beteiligen.