Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel hat heute ihren frisch im Amt bestätigten Kollegen, den Bürgermeister von Wustermark, Holger Schreiber, besucht, um mit ihm die Chancen der gemeinsamen Nutzung der Abwärme aus einem Rechenzentrum zu entwickeln. Das Rechenzentrum soll in Wustermark gebaut werden; seine Abwärme der Bevölkerung beider Gemeinden zu Gute kommen. Die Verwaltungsspitzen unterzeichneten dazu heute eine entsprechende Absichtserklärung. In Wustermark soll ein Rechenzentrum entstehen, dessen prognostizierte Abwärmemenge 2,5-mal größer sein soll als der aktuelle Fernwärmebedarf Potsdams.

Die Gemeinde Wustermark hat sich die Nutzung der Abwärme vertraglich gesichert, um eine preisstabile und klimaschonende Wärmeversorgung für ihre Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Um die Wärmeressourcen aus Wustermark mit dem Know-how und den großen Bedarfen Potsdams für die Wärmewende klug zu verbinden, möchten beide Gemeinden die Projektidee partnerschaftlich weiterentwickeln. „Für Potsdam eröffnet sich die Chance, den gesetzlich geforderten Bedarf an erneuerbarer Wärme über die bisher angedachten Tiefengeothermie-Projekte hinaus möglicherweise kostengünstiger zu decken als bisher angenommen. Auch vor dem Hintergrund der aktuell wieder sehr stark steigenden Energiepreise ist es lohnenswert, die Machbarkeit dieses Projekts zu prüfen, um umweltverträgliche Alternativen zum langfristig teuren Gas im Blick zu behalten“, so Oberbürgermeisterin Aubel.

„Mit der heute unterzeichneten Absichtserklärung bekunden wir eine enge Zusammenarbeit, um Transparenz, Standortnähe und wirtschaftliche Stabilität in der Wärmewende für Wustermark und Potsdam zu gewährleisten. Durch die Kooperation mit Potsdam ergeben sich neue Chancen auf eine nachhaltige und günstige Wärmeversorgung auch in Ortsteilen, für die ein Wärmenetz bislang schwer realisierbar erschien“, sagt Bürgermeister Schreiber.

Als erster Schritt der Zusammenarbeit ist die Erstellung einer Machbarkeitsstudie vorgesehen, welche als wesentliche Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte dienen soll. Auf der operativen Ebene wird sich der Potsdamer Stadtwerkekonzern mit seiner Tochter EWP als erfahrener und innovativer Partner für Bau und Betrieb von Erzeugungsanlagen und Netzen maßgeblich an der Entwicklung des Projekts beteiligen.