Land Brandenburg - Die Gemeinden Dallgow-Döberitz, Michendorf, Nuthetal, Schwielowsee, Stahnsdorf und Wustermark sowie die Städte Werder (Havel) und die Landeshauptstadt Potsdam und weitere Partner, z. B. die Heinz Sielmann Stiftung, nehmen gemeinsam am Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes Brandenburg teil. In enger Kooperation wurde eine gemeinsame Wettbewerbsstrategie erarbeitet, die beim Land eingereicht werden soll. Der Wettbewerbsbeitrag *potsdam.und.partner: gemeinsam.natürlich.verbunden*
greift die zukünftigen Herausforderungen für die regionale Entwicklung sowie Themen auf, die im Stadt-Umland-Kontext die größten Chancen und Potentiale für eine nachhaltige Entwicklung der Region aufweisen. Es wurden drei Themenbereiche ausgewählt: Nachhaltige Mobilität, Energie und CO*-Reduzierung sowie Erhalt und Stärkung von Natur- und Kulturlandschaften. Den Themenbereichen wurden einzelne Maßnahmen zugeordnet, die die Zielstellung, beabsichtigte Aktivitäten und Projekte benennen, durch die die unterschiedlichen Ziele erreicht werden sollen. So sollen beispielsweise im Themenfeld *Nachhaltige Mobilität* schwerpunktmäßig Maßnahmen und Projekte umgesetzt werden, die zu einer Reduzierung der CO*-, Lärm-, Schadstoff- und Feinstaub- Emissionen beitragen und Mobilitätsalternativen insbesondere für Pendler in der Region schaffen, wie z. B. durch den Ausbau von Radschnellverbindungen und Radergänzungsrouten sowie durch den Ausbau der Park&Ride-Angebote. Die Maßnahmen und Projekte im Themenbereich *Energie- und CO*-Reduzierung* haben zum Ziel, durch die Etablierung ressourcenschonender und energieeffizienter Energieversorgungsanlagen und *systemen sowie begleitender Maßnahmen einen messbaren Beitrag zu den Klimaschutzzielen zu leisten, z. B. durch die Umsetzung von Energiekonzepten in verschiedenen Quartieren. Durch Maßnahmen und Projekte im Bereich *Erhalt und Stärkung von Natur- und Kulturlandschaften* soll die Umweltqualität in der Region insgesamt verbessert werden, insbesondere durch die Beseitigung von Altlasten. Zugleich gilt es, mit Vorhaben zum Schutz der Umwelt die Möglichkeiten für eine umweltgerechte Nutzung der Landschaft zu verbessern. Einen räumlichen Schwerpunkt bildet hier die Döberitzer Heide mit der Heinz Sielmann Stiftung als wichtigen Partner im Stadt-Umland-Wettbewerb. Manuela Saß, Bürgermeisterin von Werder (Havel): *Alle beteiligten Partner können für die vergangenen Jahre auf eine positive und dynamische Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung zurückblicken. Zugleich haben die Verflechtungen untereinander zugenommen, insbesondere im Bereich der Pendlerbewegungen. Diese Herausforderung kann nur gemeinsam bewältigt werden.* *Die sich aus dem Wettbewerb ergebenen Chancen und Möglichkeiten für eine gemeinsame regionale Entwicklung sollen in dem interkommunalen Verbund besser genutzt werden. Eine Intensivierung der regionalen Kooperation ist in allen Themenbereichen unabdingbar*, ergänzt Jann Jakobs, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam. Die Stadtverordnetenversammlungen bzw. Gemeindevertretungen aller kommunalen Partner sollen den gemeinsam erarbeiteten und gleichlautenden Wettbewerbsbeitrag bestätigen und so den Weg für die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen frei machen. Der Beitrag wird durch den Lead Partner, die Landeshauptstadt Potsdam, für die Region bzw. für alle beteiligten Partner beim Land Brandenburg auf Basis der in enger Zusammenarbeit gemeinsam vereinbarten Zielstellungen, Maßnahmen und Projekte eingereicht. Erst nach Bestätigung der Wettbewerbsstrategie durch das Land ist es den Projektpartnern möglich, für die einzelnen Maßnahmen und Projekte Förderanträge zu stellen. Das Gesamtvolumen aller beabsichtigten Maßnahmen und Projekte der Partner liegt derzeit bei ca. 71 Millionen Euro. Durch die jeweils verantwortlichen Projektträger sollen nach Bestätigung des Wettbewerbsbeitrags nachfolgend die gemeinsam abgestimmten Projekte der Priorität 1 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von ca. 44 Millionen Euro in allen drei Themenfeldern beantragt werden. Der im Januar 2015 gestartete Stadt-Umland-Wettbewerb ist Voraussetzung für den Zugang zu den entsprechenden Fördermöglichkeiten der drei Fonds der europäischen Union: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und Europäischer Sozialfonds (ESF). Die europäischen Förderprogramme bieten die Chance einer erheblichen finanziellen Unterstützung wichtiger Vorhaben und Projekte in den Nachbargemeinden.
PM-Landeshauptstadt Potsdam