Ostprignitz-Ruppin - Oberhavel - Zahlreiche Unfälle auf den Bundesautobahnen Neuruppin – Mutmaßlich infolge des gestrigen Wintereinbruchs kam es zu zahlreichen Unfällen im Bereich der Polizeidirektion Nord, schwerpunktmäßig auf den Bundesautobahnen A 10, A 24 und A 111. In der Regel kommen mehrere Ursachen, z.B. Fahrfehler, unangepasste Geschwindigkeit, Unaufmerksamkeit, Abstand und Vorfahrt o.ä. zusammen, bevor es zum Unfall kommt.

Dass es dann genau an der jeweiligen Stelle sowie zu der jeweiligen Zeit passiert, ist meist auch noch einem Zufall geschuldet. Dennoch ist es aus polizeilicher Sicht sehr auffällig, dass die Bundes-, Landes-, Kreis- und kommunalen Straßen deutlich weniger von Unfällen belastet waren. Nicht betroffen war zudem der Autobahnbereich der erweiterten Prignitz. Die Ursache hierfür ist unklar, aber mutmaßlich durch die Witterung veranlasst. Zunächst ereigneten sich am Abend des gestrigen Tages zwischen 20.00 Uhr und kurz vor Mitternacht vier Verkehrsunfälle auf der A 24 zwischen Walsleben und dem Dreieck Havelland in beiden Fahrtrichtungen, bei denen jeweils ein PKW auf winterglatter Fahrbahn ins Schleudern kam und mit der Mittelschutzplanke zusammen stieß. Alle vier PKW waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden dieser Unfälle wurde auf 20.000 Euro geschätzt, davon 5.000 Euro für die Reparatur der Schutzplanken. Bis gegen 04.00 Uhr am heutigen Tage wurden dann keine Unfälle registriert. Zu diesem Zeitpunkt rutschte ein Berliner PKW zwischen Kremmen und dem Dreieck Havelland in den Graben; Schaden ca. 2.000 Euro. Bis 13.00 Uhr ereigneten sich auf den Autobahnen der Polizeidirektion Nord insgesamt 19 Unfälle, mutmaßlich vorrangig infolge nicht angepasster Geschwindigkeit an die Witterungsverhältnisse. Gezählt wurden acht Unfälle auf der A 24, sieben auf der A 10 (Nördlicher Berliner Ring) sowie vier auf der A 111 zwischen der Landesgrenze Berlin und der A 10. Der 41-jährige Fahrer eines LKW aus dem Landkreis MOL wurde schwer verletzt und mit dem Krankenwagen nach Berlin-Buch gebracht. Er war mit dem LKW gegen 10.30 Uhr zwischen Birkenwerder und Mühlenbeck in den Graben gerutscht; Schaden ca. 10.000 Euro. Durch das Abkommen von der Fahrbahn verkeilten sich Sattelzugmaschine und Anhänger, was eine komplizierte Bergung des Sattelzuges notwendig machte. Bei einem Unfall mit drei Fahrzeugen auf der BAB 111 in der Nähe des Rasthofes Stolpe wurden heute Morgen gegen 05.30 Uhr zwei Personen leicht verletzt. Diese wollen ihre Hausärzte aufsuchen. Eine 54-jährige PKW-Fahrerin wechselte vom Beschleunigungstreifen auf den rechten Fahrstreifen, stieß mit einem LKW zusammen, wurde dadurch wieder auf den linken Streifen geschoben und kollidierte deshalb noch mit einer Sattelzugmaschine; Schaden ca. 11.000 Euro. Die Fahrzeugführerin klagte über Schmerzen am Arm. Ein schwerer Sachschadensunfall ereignete sich heute Morgen auf der A 24, weil ein Sattelzug mit der Mittelschutzplanke kollidierte und diese durchbrach. Aufgrund dessen, dass Teile der Mittelschutzplanke in den Gegenverkehr ragten, wurden weitere Fahrzeuge im Gegenverkehr beschädigt. Insgesamt waren 25 Fahrzeuge in die Unfälle involviert, wovon 16 nicht mehr fahrbereit waren und geborgen werden mussten. Es entstand ein Gesamtsachschaden in einer Höhe von ca. 100.000 Euro und es kam zu erheblichen Stauerscheinungen. Neben diesen 19 Verkehrsunfällen auf den Autobahnen ereigneten sich in der gesamten Direktion nur neun weitere Verkehrsunfälle, davon drei in der Stadt Neuruppin, zwei in der Prignitz, zwei im Landkreis OPR und zwei im Landkreis Oberhavel. Und hier waren anderen Unfallursachen vorrangig.