Land Brandenburg und Land Berlin/Hennigsdorf – Heute führten Beamte der Polizeiinspektion Oberhavel in Zusammenarbeit mit Berliner Polizisten, Verkehrspolizei und der Technischen Einsatzeinheit der Bereitschaftspolizei an der Bundesautobahn 111 zwischen den Anschlussstellen Stolpe und Hennigsdorf eine Verkehrskontrolle durch. Schwerpunkt lag hier auf der Kontrolle der Hauptunfallursache Alkohol und Drogen.
Die Kontrollstelle wurde von 02.00 Uhr bis 10.00 Uhr mit Hilfe der Autobahnmeisterei auf einem stillegelegten Parkplatz eingerichtet. In einem beheizten Zelt wurden die kontrollierten Personen zum Pusten gebeten, auch die Drogenvortestgeräte (Speichel und Urin) kamen dort zum Einsatz. Ein Arzt zur sofortigen Blutprobenentnahme war ebenfalls mit vor Ort. Insgesamt stellten die Beamten sieben Trunkenheitsfahrten fest. Darunter war gegen 04.30 Uhr eine 43-jährige Frau, die 1,09 Promille pustete. Sie gab an, von einem Oktoberfest in Berlin zu kommen und war auch noch zünftig im Dirndl gekleidet. Die 43-Jährige durfte mit ihrem Pkw Daimler Chrysler zunächst nicht weiterfahren. Sie musste bis in den Tag hinein warten, bis der Alkoholtester einen mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges vertretbaren Wert anzeigte. Sieben Kraftfahrer standen offenbar unter Einfluss von berauschenden Mitteln. Darunter war gegen 08.45 Uhr ein 40-jähriger Tscheche. Der Drogenschnelltest reagierte positiv auf THC. Ein Diensthund durchsuchte daraufhin den Pkw Skoda, weitere Betäubungsmittel fand er jedoch nicht. Gegen 03.30 Uhr stellten die Beamten jedoch bei einem 31-jährigen Beifahrer eine Flasche mit ca. sechs Gramm Kügelchen fest. Der Mann gab an, dass es sich hierbei um Heroin handeln sollte. Die Flasche wurde sichergestellt. Wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wird ermittelt. Ein 31-jähriger BMW-Fahrer wurde gegen 03.00 Uhr kontrolliert. Er konnte keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen. Zudem pustete er 1,03 Promille. Nach der Blutprobenentnahme durch den Arzt wurde dem Mann die Weiterfahrt untersagt. Beamte der Sonderüberwachungsgruppe (Schwerlast- und Güterverkehr) kontrollierten in der Zeit drei Lkws, acht Sattelzüge und drei Busse. Sechs Ordnungswidrigkeiten wurden festgestellt, dabei waren unter anderem Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten und zur Ladungssicherung.