Wustermark-Elstal. Außergewöhnlich, kräftezehrend und für das Havelland in dieser Form einmalig: Im Karls Erlebnis-Dorf Elstal in der Gemeinde Wustermark wurde an diesem Wochenende das neue Fahrgeschäft „Bettys Beerchen Boomerang“ offiziell eröffnet. Um die neue Familienattraktion gebührend einzuweihen, startete Karls-Inhaber Robert Dahl gemeinsam mit zehn Online-Creatoren einen ambitionierten 24-Stunden-Marathon für den guten Zweck.

Physik und Gesundheit fordern ihren Tribut in der Nacht

Der Startschuss fiel am Freitagmittag unter großer Aufmerksamkeit der Besucher [context]. Für jede gefahrene Runde spendete Robert Dahl privat zehn Euro an die Inklusions-Stiftung „Karls für alle“, um Barrieren in den Parks abzubauen. Dass es sich hierbei um keinen reinen PR-Gag handelte, bewies der Chef selbst: Robert Dahl war sich für die Aktion nicht zu schade und saß ab 11:00 Uhr direkt mit in den Sitzen. Bis um 15:00 Uhr hielt er tapfer durch und brachte es am Ende (mit kurzen Zwischenstopps) auf stolze 55 Runden auf der Anzeige.
Doch was am Tag wie ein großes Social-Media-Spektakel begann, entwickelte sich in der Nacht zu einer enormen körperlichen Belastung. Obwohl das Wetter zunächst erstaunlich mild blieb, zeigten die permanenten Fliehkräfte von bis zu 2,7 G und der akute Schlafmangel rasch Wirkung [context]. Gegen Mitternacht stiegen die ersten Fahrer erschöpft aus, und bereits gegen 0:30 Uhr fand die unwiderruflich letzte Fahrt der Nacht statt.
Aus physikalischen und vor allem gesundheitlichen Gründen war dieser vorzeitige Abbruch der Dauerfahrt die einzig richtige und vernünftige Entscheidung – der menschliche Körper hat eben seine Grenzen.
Pompöses Pyro-Finale für die „Helden der Nacht“
Beim großen Finale am Samstagvormittag wurde die Aktion auf der Bühne dennoch wie ein riesiger Erfolg zelebriert. Die sichtlich gezeichneten Teilnehmer wurden für ihr Durchhaltevermögen wie echte Helden gefeiert und offiziell mit Medaillen von Silber bis Gold ausgezeichnet. Unter dem lautstarken Knall einer pompösen Pyro-Kanone und dem Jubel der Zuschauer fand der Härtetest ein glitzerndes Ende. Ein Spendenscheck über rund 36.000 Euro konnte am Ende für die Inklusions-Stiftung präsentiert werden.
Neben dem Fahrgeschäft, das bis zu 60 km/h erreicht und im weltweit größten Erdbeerkörbchen startet [context], bietet die Anlage auch eine technische Besonderheit: Auf einer über 80 Quadratmeter großen LED-Wand wird eine historische Fotografie von Elisabeth Dahl, der Mutter des Inhabers, mittels moderner KI-Software als lebendiges Video abgespielt.
Riesiger Besucheransturm trotz nasskaltem Herbstwetter
Auch wenn sich das Verhalten gegenüber den regionalen Hausmedien, die seit zwölf Jahren treu und zuverlässig über jeden Baufortschritt berichten, spürbar unterkühlt hat und der klassische Medienrummel an diesem Wochenende fast komplett ausblieb: Karls bleibt ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor und Kulturträger für die Region. Trotz des nasskalten, diesigen und typisch herbstlichen Wetters am Samstag erlebte der Park pünktlich zum Start der Herbstferien einen regelrechten Besucheransturm.
Das Erlebnis-Dorf in Elstal war sprichwörtlich gerammelt voll. Tausende Brandenburger und Berliner strömten nach Elstal, um den offiziellen „Buzzer-Moment“ um 11:30 Uhr mitzuerleben, mit dem die Bahn für alle Gäste freigegeben wurde. Sofort bildete sich eine gewaltige, lange Warteschlange an der neuen Attraktion. Auch der eigens für die Bahn neu eingerichtete Shop, in dem es passendes Futter und Fanartikel rund um den neuen „Boomerang“ gibt, wurde von den neugierigen Massen regelrecht gestürmt.
Exklusiver Video-Einblick auf unserer Seite
Mit wie viel Herzblut und Einsatz dieses Event auch hinter den Kulissen begleitet wurde, siehst du in unseren exklusiven Video-Beiträgen direkt von der Strecke.