Die Naturwacht Brandenburg hatte im Naturpark Westhavelland in der vergangenen Woche tot aufgefundene Kraniche zur Untersuchung beim Veterinäramt des Landkreises Havelland abgegeben. Das Landeslabor hat die Tiere getestet. Der bestätigte positive Befund unserer drei untersuchten Kraniche aus dem Naturpark Westhavelland, Fund am Gülper See, ist in der Nacht vom 22.10.25 zum 23.10.25 durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) übermittelt worden. Damit ist das Auftreten der Geflügelpest im Wildvogelbestand in Landkreis Havelland offiziell bestätigt und amtlich festgestellt worden.

Das Land Brandenburg erlebt einen außergewöhnlichen Ausbruch der Vogelgrippe bei Kranichen und anderen Wildvögeln. Daher empfiehlt das Landesamt für Umwelt Brandenburg, Rastgebiete derzeit zur Unterbrechung möglicher Infektionsketten nicht zu besuchen. Es appelliert an die touristischen Anbieter dort keine Exkursionen, Vogelbeobachtungsspaziergänge oder ähnliche Veranstaltungen durchzuführen.

Aufgrund der aktuellen Seuchenlage im Hinblick auf das hochpathogene aviäre Influenza Virus (HPAI) – die so genannte Geflügelpest – , appelliert das Brandenburgische Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz an die Tierhalter – insbesondere bei Freilandhaltung – , besonders auf die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben zu achten.

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark (PM) ist in einem Putenmastbetrieb in der Gemeinde Weseram der Ausbruch der Geflügelpest am 20.10.2025 amtlich festgestellt worden. Der Landkreis PM hat daraufhin eine Überwachungszone mit einem Mindestradius von zehn Kilometern um den Überwachungsbetrieb eingerichtet, die auch Teile des Landkreises Havelland umfasst. Der Landkreis Havelland erlässt daher eine Allgemeinverfügung für die betroffen Kommunen Nauen, Märkisch Luch und Ketzin/Havel. Die Allgemeinverfügung tritt zum 21.10.2025 in Kraft und beinhaltet folgende Regelungen:

In einer Pressemitteilung der BSH Hausgeräte GmbH hatte das Unternehmen mitgeteilt, seinen Bereich Produktion am Standort Nauen im Laufe des Jahres 2027 auslaufen zu lassen. Landrat Roger Lewandowski bedauert die Pläne des Unternehmens sehr: „Das Unternehmen zählt zu einem der größten Arbeitgeber in Nauen und auch über die Stadtgrenzen hinaus. Diese Entscheidung bedeutet einen herben Verlust! Es handelt sich um eine harte Entscheidung mit tiefgreifenden Auswirkungen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Kommune! Und auch die Auswirkungen auf Zulieferbetriebe ist noch nicht absehbar.