Grüne Woche begeistert zum Jubiläum 350.000 Gäste. Bundespräsident, Bundeskanzler, zwei EU-Kommissare und sieben Bundesminister:innen gratulierten persönlich. 100 Jahre und kein bisschen leise: Die Grüne Woche hat zu ihrem Jubiläum die Erwartungen der Veranstalterin Messe Berlin weit übertroffen. 350.000 Messegäste feierten das 100-jährige Bestehen auf dem Berliner Messegelände. Das entspricht einem Besucherzuwachs von rund 40.000 im Vergleich zum Vorjahr. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz, sieben Bundesminister:innen und zahlreiche Ministerpräsident:innen gratulierten persönlich. Zehn Tage lang fungierte das Berliner Messegelände als international wichtigster Treffpunkt für Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Gartenbau.
Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Jubiläumsausgabe, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft, neue Produkte und internationale Perspektiven zu informieren. Rund 1.600 Aussteller aus über 50 Ländern präsentierten ihre Angebote – von traditionellen Spezialitäten und innovativen Produktideen über vegetarische und vegane Ernährung bis hin zu zuckerreduzierten Konzepten. Als diesjähriger Partner der Grünen Woche zeigte Mecklenburg-Vorpommern eindrucksvoll die kulinarische und touristische Vielfalt des nördlichen Bundeslandes.
Neben dem vielfältigen Genussangebot rückten zentrale Zukunftsfragen in den Mittelpunkt – von Ernährungssicherung und Wasserresilienz über Nachhaltigkeit und Tierwohl bis hin zu Innovationen in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Historische Einblicke – etwa in der Sonderschau „100 Jahre Grüne Woche“ – trafen auf moderne Technologien sowie neue Ernährungstrends und machten den Wandel der Branche über ein Jahrhundert hinweg anschaulich erlebbar.
„Das enorme Besucherinteresse war überwältigend. Die Grüne Woche 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch nach 100 Jahren so relevant ist wie eh und je“, sagt Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin. „Die gute Stimmung in den Hallen, intensive Debatten und das große politische Interesse machen deutlich: Die Grüne Woche ist der Treffpunkt für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und bietet dem öffentlichen Diskurs über Landwirtschaft und Ernährung eine aufmerksamkeitsstarke Bühne. Der große Erfolg ist nur durch das Engagement der Aussteller, Partner, Bundesländer, internationalen Beteiligungen – und nicht zuletzt der Besucherinnen und Besucher – möglich. Ihnen allen gilt unser großer Dank: Sie tragen die Grüne Woche und schaffen die Basis für die kommenden 100 Jahre.“
Politische Bühne und internationaler Dialog
Die Grüne Woche 2026 bestätigte erneut ihre Rolle als politischer Place-to-be zu Jahresbeginn. Eine besondere Würdigung war die Eröffnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Auch Bundeskanzler Friedrich Merzinformierte sich bei einem eigenen Rundgang durch die Messehallen über die Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft. Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer erlebte die Grüne Woche erstmals in seinem Amt und nutzte die Messe als zentrale Plattform für Gespräche. Während der gesamten Messelaufzeit hieß er nationale und internationale Gäste in der Halle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) willkommen.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer: "Die Grüne Woche ist seit 100 Jahren das Schaufenster der Branche. Die Messe hat auch bei ihrer Jubiläumsausgabe diesem Ruf alle Ehre gemacht: Die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Gartenbau haben mit ihren hochwertigen Produkten erneut bewiesen, dass ‚Made in Germany‘ ein Markenversprechen ist und bleibt - und zwar weltweit. Als Bundesregierung unterstützen wir unsere heimischen Hersteller dabei, ihre Produkte international noch bekannter und erfolgreicher zu machen.
Mir ist wichtig:
Wir brauchen für die großen Herausforderungen der Branche einen Austausch auf Augenhöhe, um gemeinsam zu den besten Lösungen zu kommen. Die Grüne Woche ist für diesen Austausch eine wichtige Plattform. In den vielen Gesprächen, die ich hier tagtäglich geführt habe, war die Resonanz durchweg positiv. Das Interesse an der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft ist groß und unser politischer Kurswechsel stieß auf breite Unterstützung. Ich freue mich daher schon auf die Messe im 101. Jahr.“
Neben dem BMLEH war die Bundesregierung mit dem Bundesentwicklungsministerium und Bundesumweltministerium mit eigenen Sonderschauen vertreten. Insgesamt sieben Bundesminister:innen kamen auf der Jubiläumsausgabe der Grünen Woche mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch: Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Dr. Johann Wadephul, Bundesminister des Auswärtigen, Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr sowie Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Ergänzt wurde die hohe politische Präsenz durch zahlreiche Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder, allen voran Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, das als Partner der Grünen Woche 2026 den offiziellen Auftakt gestaltete und mit einer eigenen Halle vertreten war. Zudem waren Olaf Lies, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Mario Voigt, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein sowie Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, auf dem Berliner Messegelände zu Gast.
Die internationale Dimension der Grünen Woche unterstrichen Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, sowie Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierwohl. Ergänzt wurde die politische Präsenz durch zahlreiche Botschafter, Diplomatinnen und Diplomaten sowie Attachés, die die Grüne Woche als internationale Plattform für den Austausch zu Landwirtschaft, Ernährung und Handel nutzten.
Ein zentraler Bestandteil des politischen Programms war erneut das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), das im Umfeld der Grünen Woche stattfand. Unter dem Motto „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“ diskutierten rund 2.000 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über globale Herausforderungen der Land- und Ernährungswirtschaft. Höhepunkt war die 18. Berliner Agrarministerkonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern aus 61 Staaten. Sie verabschiedeten eine gemeinsame Abschlusserklärung zu effizienter Wassernutzung, besserem Hochwasserschutz sowie zum Erhalt von Wäldern und Gewässern.
Dialog-Plattform für Land- und Ernährungswirtschaft
Die Grüne Woche bestätigte erneut ihre Rolle als zentrale Themenbühne für den Austausch über aktuelle Entwicklungen der Branche. Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussionen standen unter anderem das Mercosur-Abkommen sowie gesunkene Erzeugerpreise. Der Lebensmitteleinzelhandel war auf der diesjährigen Grünen Woche mit Unternehmen wie der Schwarz Gruppe, Rewe, Edeka und Aldi Süd auf der Grünen Woche stark vertreten. Spitzenvertreterinnen und -vertreter der Ernährungs- und Landwirtschaftsbranche zeigten sich mit dem Verlauf der Grünen Woche sehr zufrieden.
Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, zieht eine äußerst positive Bilanz zur diesjährigen Grünen Woche: „Die Jubiläumsmesse hat die Besucher in hoher Zahl angelockt. Das ist sehr erfreulich. Auffallend war, dass sich viele Messebesucher zunehmend Gedanken über Ernährungs- und Versorgungssicherheit, auch verbunden mit Lebensmittelpreisen machen. Dies war auch Thema bei zahlreichen Gesprächen mit hochkarätigen politischen Gästen, wie auch Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau. Insgesamt war die Grüne Woche im 100sten Jahr ein voller Erfolg."
Auch die Ernährungsindustrie nutzte die Grüne Woche intensiv als Plattform für den Austausch mit Politik und Öffentlichkeit.
Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie und Lebensmittelverband Deutschland: "Wir durften in diesem Jahr viele Politiker an unseren Stand begrüßen und über die zentrale Rolle informieren, die die Ernährungsindustrie für unser Land spielt. Als drittgrößter Industriezweig sichern wir die Versorgung von 84 Millionen Menschen in Deutschland und tragen zugleich zur Ernährung von Millionen weltweit bei – denn Food Made in Germany bleibt ein Exportschlager und steht für Qualität, Innovation und Vielfalt. Ich bin überzeugt, dass Politik und Wirtschaft den Standort Deutschland nur gemeinsam wieder stark machen können – wenn sie mehr miteinander reden und enger zusammenarbeiten, als es in der Vergangenheit der Fall war."
Blick in die Zukunft: Startup-Days und Ernährungstrends+ Auch in ihrem 100. Jahr zeigte sich die Grüne Woche als Testmarkt und Impulsgeber für die Ernährung von morgen. Bei den Startup-Days präsentierten zehn junge Unternehmen aus der Agtech- und Foodbranche innovative Ideen, darunter Lösungen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung, neue Proteinquellen und digitale Anwendungen für Produktion und Lagerung. Das Gewinner-Startup SkoneLabs überzeugte mit einem KI-gestützten Sensorsystem, das hilft, frische Früchte effizienter zu lagern und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.
Ebenfalls im Fokus des Wettbewerbs standen Konzepte wie das fermentierte, pflanzenbasierte Suppenpulver von Miss Mineva’s, das für alltagstaugliche, gesunde Ernährung steht, sowie MicroHarvest mit neuen Proteinlösungen aus Mikroorganismen. Den Trend zu bewusster, gesunder und nachhaltiger Ernährung griff auch die Themeninsel ZERO auf und zeigte, wie sich bewusster Genuss, Ressourcenschonung und Innovation im Alltag verbinden lassen – mit zuckerfreien Produkten, pflanzlichen Protein-Snacks oder fermentierten Getränke-Konzepten.
Publikumsmagnet Grüne Woche
Für Privatbesucherinnen und -besucher bot die Grüne Woche 2026 ein besonders vielfältiges Erlebnis. Mit 13 beteiligten Bundesländern spiegelte die Messe die regionale Vielfalt Deutschlands wider: Partner Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich zum 25. Mal mit eigenem Länderauftritt, Schleswig-Holstein kehrte zurück und Berlin verdoppelte seine Standfläche.
Internationale Akzente setzten Aussteller aus über 50 Ländern, darunter die Niederlande, die ihr 75. Messejubiläum feierten. Besondere Anziehungspunkte waren die historische Sonderschau „100 Jahre Grüne Woche“, die Blumenhalle im Stil der Goldenen Zwanziger, die doppelt so große Bio-Halle, die Tierhalle sowie der young generation hub, der auf verdoppelter Fläche mit Mitmachangeboten und Berufsorientierung insbesondere junge Besucherinnen und Besucher anzog. Passend zum Jubiläum kamen Besucherinnen und Besucher außerdem in den Genuss von über 30 Jubiläumsprodukten, die Aussteller eigens zum 100-jährigen Bestehen der Grünen Woche entwickelt oder gebrandet hatten.
Impulsgeber für Wirtschaft und Branche
Die Jubiläumsausgabe der Grünen Woche zog Messegäste aus ganz Deutschland und dem Ausland an. Insgesamt steuerten erneut mehr als 1.100 Reisebusse Berlin an. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben lagen trotz zurückhaltendem Konsumklima in Deutschland bei rund 150 Euro. Auch für die Berliner Wirtschaft setzte die Messe positive Impulse – insbesondere für Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel.
Ein großes mediales Interesse begleitete die Veranstaltung: Mehr als 1.800 Medienschaffende aus 21 Ländern berichteten von der Grünen Woche. Darüber hinaus nutzten zahlreiche Content Creator und Influencer die Messe als Plattform, um ihre Eindrücke live zu teilen und neue Zielgruppen zu erreichen.
Zufriedenes Publikum und positive Ausstellerbilanz
Die Vorabergebnisse der repräsentativen Besucherbefragung zeigen eine sehr hohe Zufriedenheit: Über 90 Prozent der Befragten bewerteten ihren Messebesuch als (sehr) positiv und würden die Grüne Woche im Verwandten-/Freundes-/Bekanntenkreis weiterempfehlen. Die Besucherinnen und Besucher interessierten sich besonders für die Blumenhalle, die Markthalle, die Tierhalle, den ErlebnisBauernhof und die Themenwelt grünerleben.
Auch die Aussteller ziehen ein positives Fazit und planen vielfach bereits eine erneute Teilnahme im Jahr 2027. Die Grüne Woche wurde insbesondere als geeignete Plattform für Imagepflege, Endverbraucherinformation und Produkteinführungen bewertet.
Veranstalterin ist die Messe Berlin GmbH, unterstützt von den ideellen Trägern Deutscher Bauernverband (DBV) und Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Zehn Tage lang konnten Besucherinnen und Besucher die Grüne Woche 2026 auf dem Messegelände unter dem Funkturm entdecken. Zum 100. Gründungsjubiläum der Grünen Woche erstrahlte die Blumenhalle im Stil der 20er Jahre. Viel zu entdecken für Jung und Alt gab es auf der Grünen Woche 2026 auch in der Berlin Halle
Über die Grüne Woche Die Grüne Woche zählt bundesweit zu den traditionsreichsten Messen und zu den bekanntesten Veranstaltungen in Deutschland. Gegründet 1926 im Berlin der Goldenen Zwanziger, ist sie einzigartig als internationale Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Aussteller aus aller Welt präsentieren an zehn Veranstaltungstagen ein umfangreiches Produktangebot.
Zudem gibt die Grüne Woche aktuellen gesellschaftlichen Fragen wie Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und nachhaltige Landnutzung eine Bühne. Die Grüne Woche ist Ausgangspunkt für das Global Forum for Food and Agriculture (kurz GFFA). Das GFFA ist die führende internationale Konferenz zu zentralen Zukunftsfragen der weltweiten Land- und Ernährungswirtschaft. Höhepunkt ist das Treffen von über 70 Agrarministerinnen und Ministern.
Vom 16. bis 25. Januar 2026 fand die 90. Ausgabe der Grünen Woche statt. Sie feierte ihr 100-jähriges Jubiläum.
Die nächste Grüne Woche findet vom 15. bis 24. Januar 2027 statt.
Über die Messe Berlin
Seit 200 Jahren ist Berlin Messestandort, seit vielen Jahrzehnten einer der wichtigsten weltweit. Als landeseigene Messegesellschaft konzipiert, vermarktet und veranstaltet die Messe Berlin jedes Jahr hunderte Live-Events. Der Anspruch ist es, auf allen Veranstaltungen den Besucherinnen und Besuchern ein herausragender Gastgeber zu sein, bestmögliche Geschäftsimpulse zu geben und faire Bedingungen für alle zu gewährleisten. Dieses Selbstverständnis spiegelt sich im Unternehmensmotto: Messe Berlin – Hosting the World.