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Der Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung des Landtages Brandenburg hat am Donnerstag den Bahntechnologie Campus in Elstal (BTC) besucht. Bei einer Fahrt über den historischen Rangierbahnhof mit Lok und Reisezugwagen und Besichtigung der zum 45 Hektar großen Areal gehörenden Gebäude und Anlagen konnten die Ausschussmitglieder einen guten Überblick über die Historie, den aktuellen Entwicklungsstand sowie über geplante Projekte sowie Ansiedlungsvorhaben von Unternehmen erhalten.

Landrat Roger Lewandowski: „Es war eine weitere gute Gelegenheit für uns als Landkreis, den Bahntechnologie Campus allen  Ausschussmitgliedern vorzustellen und uns darüber auszutauschen, welche Weichenstellungen für die Zukunft noch zu nehmen sind und inwieweit das Land auch weiterhin unterstützend wirken kann.“

So zum Beispiel bei der Ansiedlung des Triebfahrzeugherstellers Stadler, der die Errichtung eines Inbetriebnahmezentrums am Standort des BTC plant und sich nach einer deutschlandweiten Standortsuche für diesen Traditionsstandort und somit auch für das Havelland entschieden hat. Landrat: „Stadler ist ein international agierendes Traditionsunternehmen, das innovative und zukunftsweisende Schienenfahrzeugkonzepte entwickelt. Ein absoluter Zugewinn für uns. Jetzt gilt es, diese Ansiedlung bestmöglich zu begleiten.“

Auch eine geplante Bildungsakademie sprach der Landrat an. „Theorie und Praxis könnten an einem gemeinsamen Standort vermittelt werden. Das BTC bietet hervorragende Möglichkeiten, hier Wirtschaft, Bildung und Forschung miteinander zu verzahnen. Dieses Potenzial zu heben, kann nur in gemeinsamer Kraftanstrengung gelingen.“

Im Besonderen hob der Landrat die Reaktivierung der Bahnstrecke von Ketzin/ Havel nach Wustermark hervor, die gerade vor dem Hintergrund neu zu entwickelnder Antriebstechnologien als so genanntes Reallabor, also im Echtbetrieb, genutzt werden könnte. Landrat: „So könnte auf dieser Strecke Wasserstoff als Energieträger der Zukunft im Zusammenwirken mit regionalen Erzeugern getestet werden. Profitieren könnte man dabei von unserer Wasserstoffinitiative, mit der wir uns erfolgreich beim Bundesministerium beworben haben und für deren Weiterentwicklung wir gestern den offiziellen Fördermittelbescheid in Höhe von 400.000 Euro überreicht bekommen haben. Darüber hinaus könnten digitale Leit- und Sicherungstechnik, künstliche Intelligenz oder auch hochautomatisiertes und autonomes Fahren von schienengeführten Fahrzeugen auf dieser Strecke erprobt werden.“

Im Anschluss an die Besichtigung fand die 27. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Landesplanung in der RWS-Halle des Rail & Logistik Centers Wustermark statt, in der unter anderem ein Fachgespräch zur „Förderung und Ausweitung des Schienengüterverkehrs im Land Brandenburg“ auf der Tagesordnung stand.