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Das Online-Magazin in Brandenburg

Bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Stoffe hat die mit der Standortsuche beauftragte Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) einen neuen Zwischenstand veröffentlicht der weitere Gebiete in Brandenburg als ungeeignet oder als noch nicht bewertet einstuft.

Konkret verbleiben in Brandenburg noch größere Teile der Prignitz und angrenzend kleinere Flächen von Ostprignitz-Ruppin bzw. Oberhavel in der Untersuchung. Dazu kommt noch eine Fläche südlich von Luckenwalde sowie kleine Flächen westlich der Stadt Brandenburg und ganz im Süden von Elbe-Elster, die noch untersucht werden müssen, ob sie für die Errichtung eines Endlagers geeignet sind. Die übrigen Gebiete Brandenburgs gelten bereits als ungeeignet. Der aktuellen Zwischenstand kann im sogenannten Endlagersuche-Navigator der BGE (https://www.bge.de/de/endlagersuche/standortregionen/endlagersuche-navigator/ ) eingesehen werden.

 

Da dieses Standortsuchverfahren mit einer engen Bürgerbeteiligung verbunden ist, findet am 21. und 22. November 2025 bereits das 4. Forum Endlagersuche statt, an welchem jedermann vor Ort in Hannover oder auch online (hybrides Beteiligungsformat) teilnehmen kann. Alle Interessierten sind eingeladen sich einzubringen und die Zwischenergebnisse der BGE sowie viele andere Themen rund um die Endlagersuche zu diskutieren (Details unter https://www.base.bund.de/de/endlager/beteiligung-endlagersuche/forum-endlagersuche/fachforum_inhalt.html).

 

Nach Abschluss der Untersuchung der vorgenannten Gebiete ist im Jahr 2027 die Übermittelung eines Standortregionenvorschlags durch die BGE an das Bundesamt für Sicherheit der Nuklearen Entsorgung (BASE) geplant. Daran schließen sich die sogenannten Regionalkonferenzen mit weiteren Beteiligungsmöglichkeiten für die Öffentlichkeit an. Abgeschlossen wird diese Phase durch ein Bundesgesetz, welches die danach obertägig zu erkundenden Standortregionen festlegt. Auch dieser Schritt wird die Gebiete weiter eingrenzen, so dass abschließend für die untertägige Erkundung nur die in jeder Sicht geeignetsten Standorte verbleiben.

 

Das deutschlandweite Standortsuchverfahren war vor einigen Jahren gestartet worden, um hochradioaktive Stoffe (zumeist Brennelemente aus stillgelegten deutschen Kernkraftwerken) sicher zu verwahren. In diesem Verfahren werden alle Gebiete untersucht, die Kristallin-Gestein (zum Beispiel Granit), Steinsalz oder Ton aufweisen. Ehemalige Bergwerke und Regionen mit Vulkanen oder Erdbebengefahr wurden von Beginn an ausgeschlossen.