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Am 14. Januar 2026 wird der neue Erlass zur Kennzeichnung von geschützten Teilen von Natur und Landschaft im Amtsblatt des Landes Brandenburg veröffentlicht und tritt damit in Kraft. Neben inhaltlichen Neuerungen wird durch den Erlass vor allem ein neues Design der beliebten „Naturschutzeule“ etabliert. Außerdem werden verbesserte Möglichkeiten zur Gestaltung von Hinweisschildern in einheitlichem Design geschaffen. Das neue Gesamtkonzept zur Kennzeichnung von Schutzgebieten wurde einschließlich des veränderten Designs der Eule vom Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen und Professor Christian Mahler im Rahmen eines studentischen Projektes entworfen.

Dazu erklärt Ministerin Hanka Mittelstädt: „Ich danke den Studentinnen und Studenten der Hochschule für ihr Engagement und bin beeindruckt von ihrer Kreativität, mit der sie das historische Design aufgegriffen und an moderne Rezeptionsgewohnheiten angepasst haben. Die Eule, seit Jahrzehnten das Zeichen des Naturschutzes in Ostdeutschland bleibt erkennbar und wird gleichzeitig modern. Damit wird eine mittlerweile gesamtdeutsche Erfolgsgeschichte weitergeschrieben.“

Die „Waldohreule auf gelben Grund“ wurde in den 50er Jahren von den Brandenburgern Kurt und Erna Kretschmann entworfen. Seitdem wird das Symbol in unterschiedlichen Varianten zur Kennzeichnung von Schutzgütern der Natur genutzt. Der bislang gültige „Erlass zur Kennzeichnung von Schutzgebieten und anderen besonders geschützten Teilen von Natur und Landschaft“ (sogenannter Beschilderungserlass) trat 2006 in Kraft. Mit dem Beschilderungserlass werden unter anderem ein neues Design der Naturschutzeule, eine ergänzende Schildergröße und die Kennzeichnung für Naturschutzgebiete, die gleichzeitig Teil des Natura 2000-Netzwerks sind, eingeführt.

Weiterhin werden Möglichkeiten zur optionalen Beschilderung eröffnet, zum Beispiel für Natura 2000-Gebiete, Wildnisgebiete, Biotopbäume und Fledermausquartiere. Zur Kommunikation von Verhaltensweisen in Schutzgebieten werden einheitliche Piktogramme angeboten. Die Vorgaben gelten für die Beschaffung neuer Schilder und Hinweisschilder. Der Austausch kann sukzessive und bei Bedarf erfolgen. Bestehende schutzgebietsbezogene Bestimmungen bleiben davon unberührt.