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Havelland - Seit dem 26. Dezember 2025 leben die Bewohnerinnen und Bewohner der Perwenitzer Dorfstraße 64 und 62 ohne Heizung und ohne warmes Wasser. Mitten im Winter. Über Weihnachten. Über den Jahreswechsel hinweg. Bis heute. Insgesamt sind zehn Mietparteien betroffen. Im Haus leben Kinder im Schulalter, darunter zwei Grundschulkinder, ebenso ältere Menschen bis weit über 80 Jahre. Der Altersdurchschnitt reicht von 18 bis 90 Jahren. Was das bedeutet, lässt sich kaum in Zahlen ausdrücken – man muss es fühlen: Kaltes Aufstehen am Morgen. Kaltes Waschen. Kein warmes Duschen. Wohnungen, die kaum noch richtig warm werden. Menschen, die nachts frieren.

 

„Wir halten das kaum noch aus“

Handwerker waren vor Ort und tauschten eine Pumpe der Heizungsanlage. Dabei wurde den Mietern gesagt, dass zusätzlich ein Regler defekt sei – ein Bauteil, das nicht mehr produziert wird. Doch anstatt eine echte Lösung zu schaffen, geschah wochenlang: nichts. Erst am 11. Januar 2026 stellte der Vermieter jeder Mietpartei einen einzelnen elektrischen Heizkörper zur Verfügung. Ein Heizkörper. Für eine ganze Wohnung. Ohne warmes Wasser. Mit explodierenden Stromkosten. Für viele ist das kein Ersatz – sondern ein bitteres Zeichen von Hilflosigkeit.

Keine Erklärung. Kein Plan. Kein Mensch vor Ort.

Was die Situation für die Bewohner besonders unerträglich macht, ist das komplette Schweigen des Vermieters. Seit Wochen gibt es: keine Information keine Entschuldigung keinen Zeitplan keine Perspektive Der Vermieter hat sich nicht blicken lassen. Keine Gespräche. Keine Transparenz. Keine Verantwortung. Für die Menschen vor Ort fühlt es sich an, als wären sie vergessen worden.

Kinder frieren – ältere Menschen haben Angst

Besonders erschütternd ist die Situation für jene, die sich selbst kaum helfen können. Kinder, die morgens in kalten Wohnungen aufstehen und in die Schule gehen müssen. Ältere Menschen, die Angst haben zu frieren, krank zu werden oder zu stürzen, weil kalte Räume den Körper schwächen. Viele Bewohner sagen offen: „Wir wissen nicht mehr, wie lange wir das noch aushalten.“ Das ist kein Jammern. Das ist ein Hilferuf.

Das ist kein technischer Defekt mehr – das ist ein sozialer Skandal

Wer Menschen über Wochen hinweg ohne Heizung und warmes Wasser lässt, nimmt billigend in Kauf, dass Gesundheit gefährdet wird. Wärme ist kein Luxus. Warmes Wasser ist kein Komfort. Es sind Grundbedingungen menschlichen Wohnens. Gerade in einem Dorf, in dem Zusammenhalt immer eine große Rolle gespielt hat, ist es beschämend, dass Familien und ältere Menschen so behandelt werden. 

Ein dringender Appell

Die betroffenen Mieter erwarten jetzt: eine sofortige, verbindliche Lösung klare Kommunikation und die vollständige Wiederherstellung von Heizung und Warmwasser Nicht irgendwann. Nicht vielleicht. Jetzt. Denn jeder weitere Tag in der Kälte ist ein Tag zu viel.

Fazit:

Was hier seit dem 26. Dezember geschieht, ist nicht einfach eine kaputte Heizung. Es ist ein Zustand, der Menschen mürbe macht, Angst erzeugt und Vertrauen zerstört. Die Bewohner der Perwenitzer Dorfstraße 64 und 62 wollen kein Mitleid. Sie wollen Wärme. Sie wollen Würde. Sie wollen endlich gehört werden.