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++Polizisten stellen mehrere schwere Mängel am Reisebus fest+++ Polizeibeamte des Verkehrsdienstes bemerkten bei einem Routine-Check einen Reisebus, der in der Ukraine zugelassen ist, mit einer großen Anzahl an schweren Mängeln. 

Die festgestellten Mängel reichen von einer verrotteten Karosserie über mindestens eine sehr lockere Radmutter (lose Radmutter war mit bloßer Hand drehbar) bis zur nicht mehr funktionstüchtige Bremsen, da der Bremsbelag fehlte und somit "Eisen auf Eisen" das Fahrzeug zum Bremsen brachte. Die Beamten stellten weiterhin auch einen Ölverlust in der Lenkhydraulik fest, das erstaunlichste waren aber wohl die 1.300.000 Km Fahrleistung die der Reisebus runter hatte. Die Berliner Polizei hat den Bus, aufgrund der erheblichen Mängel für ein Gutachten sichergestellt. Das Fahrzeug war laut Polizei nicht nur für die Insassen gefährlich. Der Busfahrer durfte erstmal nicht weiter und musste 1.800 Euro Sicherheitsleistung bezahlen. Die Reisenden wurden mit einem Ersatzbus zum Ziel gefahren.

Nachtrag - Polizisten des Verkehrsdienstes zogen heute am späten Vormittag einen Bus aus dem Verkehr. Gegen 11.45 Uhr entdeckten die Beamten das geparkte Fahrzeug in der Hannah-Arendt-Straße und kontrollierten diesen. Dabei stellten sie unter anderem fest, dass die Bremsen auf einer Seite keinen Belag mehr hatten, hier bremste Metall auf Metall. Der Rahmen des Busses war massiv verrostet und die Radmuttern an einem Reifen so lose angeschraubt, dass man sie ohne Kraftaufwand mit der Hand hätte lösen können. Der Reisebus, der an mehreren Stellen Öl verlor und über 1,3 Millionen Kilometer auf der Uhr hatte, wurde zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt. Zur Sicherung des Ordnungswidrigkeitenverfahrens musste der 46-jährige Busfahrer eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1800.- € hinterlegen. Die Fahrgäste mussten ihr Reisegepäck aus dem Bus herausnehmen und auf einem Ersatzbus warten.

Fotos: Polizei Berlin