Landkreis Prignitz - Nachtrag - Granatenfund führt zu stundenlanger Sperrung - Wittenberge – Gegen 15.55 Uhr am gestrigen Tag bemerkte ein Passant in der Johannes-Runge-Straße eine offenbar im Bereich der Tür eines Mehrfamilienhauses abgestellte Granate und informierte daraufhin sofort die Rettungskräfte. Es handelte sich um eine stark verrottete Mörsergranate vermutlich aus dem zweiten Weltkrieg, die von bisher Unbekannten dort abgestellt worden war. Da nicht zu erkennen war, ob es sich um eine noch scharfe Granate handelte, wurde in Absprache mit dem Ordnungsamt ein Sperrkreis von 300 Metern errichtet und etwa 200 Einwohner wurden evakuiert.
Das Ordnungsamt der Stadt Wittenberge hatte hierfür eine Notunterkunft bereitgestellt. Bei dem Einsatz mussten Polizeibeamte eine Strafanzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung aufnehmen, da ein 36-jähriger Wittenberger die Absperrungen nicht beachtet und diese überwunden hatte. Als die Polizisten ihn ansprachen, wurde er aggressiv und beleidigte diese. Mit einfacher körperlicher Gewalt konnte er aufgehalten und aus dem abgesperrten Bereich gebracht werden.
Die USBV-Entschärfer des Landeskriminalamtes untersuchten die Granate und schätzen sie als transportfähig ein. Somit konnte die Infanteriegranate spurenschonend verpackt und abtransportiert und der Sperrkreis gegen 22.45 Uhr aufgehoben werden. Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizei der Direktion Nord ist mit der Bearbeitung dieser und einer ähnlichen Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vom 16.03.19 in Wittenberge beauftragt. Zeugen, die hierzu Angaben machen können, werden gebeten, sich in der Polizeiinspektion Prignitz unter der 03876/7150 zu melden.
Wittenberge: Mösergranate in Hausgang gefunden, Teilevakuierung der Innenstadt



