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Kurzinfo - Kreis Potsdam-Mittelmark - Am Sonntagvormittag kam es auf dem Südlichen Berliner Ring zwischen As. Ferch und As. Michendorf zu einem schwerem Unfall durch einen Falschfahrer. Hierbei wurden in weiterer Folge mehrere Fahrzeuge beschädigt bzw. sind beteiligt.

Über die genau Anzahl der Verletzten Personen ist noch nicht bekannt. Die Richtungsfahrbahn Frankfurt (Oder) musste zeitweise voll gesperrt werden.

Nachtrag - Sonntag, den 07.02.2015, 10.58 Uhr Ein Geisterfahrer verursachte am Sonntagvormittag kurz vor 11.00 Uhr auf dem südlichen Berliner Ring, nahe der Raststätte Michendorf einen schweren Verkehrsunfall. Die genaue Unfallstelle liegt zwischen den Anschlussstellen Ferch und Michendorf, auf der Fahrbahn in Richtung Frankfurt / Oder. Der Zusammenstoß ereignete sich etwa 600 Meter vor dem Raststätten-und Tankstellenkomplex Michendorf, in Richtung Frankfurt /Oder. Nach derzeitigen Erkenntnissen war der 89-jährige Fahrer eines Toyota Yaris aus Potsdam kurz vor 11.00 Uhr vom Raststättenkomplex Michendorf-Süd kommend, in falscher Richtung auf die BAB 10 aufgefahren, wobei er auf der dreispurigen, in Richtung Frankfurt /Oder führenden Fahrbahn in Richtung Leipzig / Hannover unterwegs war. Nachdem der Geisterfahrer ca. 600 Meter auf der BAB 10 zurückgelegt hatte, kam es auf der dritten Fahrspur zum Zusammenstoß mit einem aus Belgien stammenden Porsche Panamera. Der Porschefahrer hatte, nachdem er den Geisterfahrer bemerkte noch versucht, von der ganz linken auf die mittlere Fahrspur auszuweichen. Allerdings konnte er einen Zusammenstoß nicht mehr vollständig verhindern. Der Toyota Yaris prallte mit seiner Front noch gegen die hintere linke Seite des Porsche. Der Aufprall erfolgte mit solcher Wucht, dass am Porsche die gesamte linke Hinterachse einschließlich des Rades herausgerissen wurde. Der 89-jährige Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen, wurde allerdings stationär im Krankenhaus aufgenommen. Warum er in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren ist und ob eventuell gesundheitliche Probleme oder das Alter eine Rolle spielten, ist bisher noch völlig unklar und muss nun im Rahmen der weiteren Ermittlungen geklärt werden. Alkohol war bei dem Unfall nicht im Spiel. Zudem ergaben die ersten Ermittlungen, dass der 89-Jährige vor dem Unfall zunächst auf der Fahrbahn in Richtung Frankfurt / Oder unterwegs war, von dort dann auf den Raststättenkomplex Michendorf gefahren ist, wo er wendete und dann in falscher Richtung wieder auf die BAB 10 auffuhr, um nach eigenen Angaben in Richtung Caputh zu fahren. Polizeibeamte stellten den Führerschein des 89-Jährigen sicher. Die beiden Insassen des aus Belgien stammenden Porsche, zwei Männer im Alter von 40 und 44 Jahren (beides belgische Staatsangehörige) trugen ebenfalls leichte Verletzungen davon und konnten das Krankenhaus bereits am frühen Nachmittag, nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Die Fahrerin eines hinter dem Porsche fahrenden VW-Passat kam beim den Unfallfahrzeugen ausweichen nach rechts von der Autobahn ab und landete mit ihrem Fahrzeug im Straßengraben. Durch umherfliegende und auf der Fahrbahn liegende Fahrzeugteile der beiden verunfallten Fahrzeuge wurden ein weiterer nachfolgender PKW sowie ein Wohnmobil beschädigt. Auch auf der Gegenfahrbahn bekam ein PKW Renault Trümmerteile ab und erlitt Beschädigungen an der Windschutzscheibe. In allen Fällen blieb es bei Sachschäden. Ein weiterer Folgeunfall ereignete sich nur wenig später in einer Rettungsgasse auf der Gegenfahrbahn. Hier kam es zu einer seitlichen Berührung zwischen einem Rettungswagen, der mit Sondersignal zur Unfallstelle unterwegs war und einem Opel Zafira. Der insgesamt entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 90.000 bis 10.0000 Euro. Während der Bergungsarbeiten war die Fahrbahn in Richtung Frankfurt / Oder für ca.45 Minuten komplett gesperrt. Danach konnten zunächst zwei Fahrspuren wieder freigegeben werden, bevor gegen 13.15 Uhr die Strecke wieder vollständig frei war. Zeitweise kam es zu Staubildung bis zur Anschlussstelle Ferch. Unmittelbar nach dem Unfall war auch die Fahrbahn in Richtung Leipzig / Hannover kurzzeitig vollständig gesperrt. Aber bereits nach wenigen Minuten konnten auch hier zunächst zwei und dann alle drei Fahrstreifen wieder freigegeben werden.

Q: rbb.de, PD-West