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Nasenjucken, starkes Niesen, laufende oder verstopfte Nase, Augenrötung, Anschwellen der Bindehaut, Juckreiz, Asthma: Die Pollen von Ambrosia und Beifuß können heftige allergische Reaktionen auslösen. In Brandenburg sind immer mehr Menschen davon betroffen. Das zeigt eine neue Datenauswertung, die das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) jetzt veröffentlicht hat. Der Bericht „Ambrosia-Sensibilisierung in Brandenburg“ steht auf der LAVG-Internetseite zum Download bereit.

Im Zeitraum Januar 2020 bis Februar 2021 wurden insgesamt von 2.242 Patientinnen und Patienten Daten erhoben, die mittels Pricktest auf eine Ambrosia- und Beifuß-Sensibilisierung untersucht wurden. Pricktests dienen dem Nachweis allergischer Sofortreaktionen. Die Untersuchungsergebnisse wurden anonymisiert von 34 Ärztinnen und Ärzten aus den Fachrichtungen Dermatologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Innere Medizin sowie Kinder- und Jugendmedizin aus dem gesamten Land Brandenburg übermittelt und durch das LAVG ausgewertet.

Ergebnis: 11 Prozent der getesteten Patientinnen und Patienten zeigten eine Sensibilisierung gegenüber Ambrosia, reagierten also allergisch, 16 Prozent gegenüber Beifuß, 18 Prozent gegenüber Ambrosia oder Beifuß.

Zum Vergleich: Bei der Auswertung in 2010/2011 zeigten von 1.143 getesteten Patientinnen und Patienten 9 Prozent eine Sensibilisierung gegenüber Ambrosia, 14 Prozent gegenüber Beifuß und 16 Prozent gegenüber Ambrosia oder Beifuß.

Die aktuelle Auswertung zeigt zudem, dass besonders bei Kindern eine Sensibilisierung gegenüber Ambrosia mit einer asthmatischen Symptomatik einhergeht. Dies war bei 38 Prozent der sensibilisierten Kinder der Fall.

Der vollständige Bericht „Ambrosia-Sensibilisierung in Brandenburg“ ist auf der Internetseite des LAVG zum Download eingestellt: https://lavg.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/2022-12-19_Broschur_LAVG-Ambrosiasensibilisierung.pdf