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Die Klimakrise vor der Tür – Was nach der Flut übrigbleibt
Neue Kooperation: Biosphäre Potsdam und Greenpeace e. V. zeig​en ab sofort die Ausstellung „Flutwohnung“
 
Ein zerstörter Küchenschrank, verschlammtes Spielzeug, ein Sofa, das die Flut mitgerissen hat: Seit 22. Oktober 2026, ist die „Flutwohnung“ von Greenpeace in der Biosphäre Potsdam zu sehen. Die begehbare Installation bildet eine Wohnung nach, wie sie nach einem Hochwasser zurückbleibt, eingerichtet mit originalen Möbeln, die nach den Umweltkatastrophen im Ahrtal in Rheinland-Pfalz und der italienischen Region Emilia Romagna geborgen wurden. Im Ahrtal kamen 2021 mehr als 130 Menschen ums Leben und tausende Menschen haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren.
 
Greenpeace hat die Flutwohnung 2023 erstmals vor dem Bundestag in Berlin aufgebaut, um die Folgen der Klimakrise begreifbar zu machen – nicht als abstrakte Zahl, sondern als Wohnung, die man betreten kann. Seither war die Installation bereits in Hamburg, Köln, Frankfurt am Main, München und Dresden zu Gast und hat dort Passant*innen wie auch Politiker*innen auf die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen aufmerksam gemacht. Jetzt kommt die Flutwohnung nach Potsdam.
 
"Gute Bildung macht Zusammenhänge verständlich und schafft einen Bezug zur eigenen Lebenswelt“, sagt Dietmar Kress, Leiter des Bildungsteam bei Greenpeace. „Die Flutwohnung zeigt eindrücklich, was die Klimakrise konkret bedeutet, und bietet einen starken Ausgangspunkt, um Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten gemeinsam zu thematisieren. Die Biosphäre Potsdam ist dafür ein idealer Ort."
 
„Als ich zum ersten Mal vor der Flutwohnung stand, hat mich das wirklich mitgenommen: ein Sessel, ein Kinderzimmer, ein ganzes Zuhause, das die Flut einfach mitgerissen hat“, sagt Nico Franzen, Geschäftsführer der ProPotsdam Naturerlebnis GmbH. „Die Flutwohnung steht in einem scharfen Kontrast zur idyllischen Atmosphäre der Biosphäre. Genau das macht sie so eindrucksvoll: In der Biosphäre Potsdam erleben unsere Gäste, wie viel es in der Natur zu bewahren gibt. Die Flutwohnung macht spürbar, was auf dem Spiel steht, wenn uns das nicht gelingt.“
 
Mit der Ausstellung startet die Zusammenarbeit zwischen der Biosphäre Potsdam und Greenpeace. Beide Seiten planen, auch bei künftigen Projekten im Bereich Klima- und Umweltbildung eng zusammenzuarbeiten.
 
Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis der Biosphäre Potsdam enthalten. 
 
Weitere Informationen unter www.biosphaere-potsdam.de