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Der Winter in Brandenburg bringt nicht nur kalte Temperaturen, sondern auch die Herausforderung, die eigenen vier Wände behaglich und gesund zu halten. In dem Bestreben, Heizkosten zu sparen, neigen viele dazu, Fenster und Türen möglichst dicht zu halten. Doch genau dieses Verhalten kann zu einem ungesunden Raumklima führen: Die Luft wird stickig, Feuchtigkeit kondensiert an den Fenstern, und das Risiko für Schimmelbildung steigt. Eine kluge Lüftungsstrategie ist der Schlüssel, um diese Probleme zu vermeiden und auch im Winter für frische, gesunde Luft zu sorgen.

Das Winter-Dilemma: Heizen vs. Lüften

Frische Luft von draußen ist im Winter kalt. Der Instinkt sagt also: Fenster zu, Heizung an. Das Problem: In modernen, dichten Gebäuden findet ohne Lüftung kaum noch Luftaustausch statt. Die von den Bewohnern produzierte Feuchtigkeit (durch Atmen, Kochen, Duschen, Zimmerpflanzen) sammelt sich an. An kalten Bauteilen wie Fenstern oder Außenecken schlägt sie sich als Kondenswasser nieder – die ideale Grundlage für Schimmelpilze.

Richtig Lüften im Winter: Die Stoßlüftung

Die effektivste und energieeffizienteste Methode ist das Stoßlüften. Dabei werden für 5-10 Minuten alle Fenster in der Wohnung oder im Haus komplett geöffnet, am besten mit Durchzug. Dieser kurze, intensive Luftaustausch tauscht die verbrauchte, feuchte Luft gegen frische aus, ohne dass Wände und Möbel auskühlen. Mehrmals täglich wiederholt, hält diese Methode die Luftfeuchtigkeit unter Kontrolle. Kippstellung ist dagegen ineffizient und treibt die Heizkosten in die Höhe.

Wenn manuelles Lüften an Grenzen stößt: Technische Lösungen

Für Berufstätige oder in sehr dichten Gebäuden ist regelmäßiges Stoßlüften nicht immer machbar. Hier schaffen kontrollierte Wohnraumlüftungssysteme Abhilfe. Besonders eine Lüftungsanlage kaufen und installieren zu lassen, die mit Wärmerückgewinnung arbeitet, ist eine zukunftsweisende Lösung. Diese Anlagen führen die warme Abluft ab, führen gefilterte Frischluft zu und übertragen dabei bis zu 90% der Wärme auf die einströmende Luft. So wird rund um die Uhr gelüftet, ohne dass Heizenergie verschwendet wird.

Praktische Tipps für Brandenburgs Haushalte

  • Hygrometer aufstellen: Ein Luftfeuchtigkeitsmesser hilft, den Wert im Auge zu behalten. Ideal sind 40-60%.

  • Feuchtequellen reduzieren: Wäsche möglichst nicht in der Wohnung trocknen. Beim Kochen und Duschen sofort lüften.

  • Möbel richtig stellen: Große Möbelstücke mit etwas Abstand zur Außenwand aufstellen, damit die Luft zirkulieren kann.

  • Beratung einholen: Bei anhaltenden Feuchtigkeitsproblemen sollte ein Fachmann die Ursache klären und geeignete Lüftungslösungen vorschlagen.

Behaglichkeit durch frische Luft

Eine gute Winter-Lüftung sorgt nicht nur für ein gesundes Klima, sondern steigert auch das Behaglichkeitsgefühl. Frische Luft fühlt sich leichter an und riecht besser. Sie verbessert den Schlaf und die Konzentration. Für Brandenburger Haushalte ist eine durchdachte Lüftung damit kein Luxus, sondern eine wesentliche Maßnahme für dauerhafte Wohnqualität und Werterhalt der Immobilie.