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Zu jedem Produkt und Dienstleistungen gibt es mittlerweile Bewertungen. Vor allem Amazon ist dafür bekannt. Viele Käufer orientieren sich daran. Manche der Bewertungsabgaben sind sogar mit einem Video oder einem Bild versehen. Was nur wenige wissen, ein Großteil (40 – 60 %) dieser Empfehlungen erfolgte im Tausch für eine Gegenleistung. Manche lassen sich die Meinung zu einem Produkt besonders gut bezahlen, andere bekommen den Artikel dafür erheblich vergünstigt.

Auf Facebook und Co. boomen die Gruppen, in denen Verkäufer im Tausch für diese Gegenleistungen nach positiven Bewertungen suchen. Amazon versucht zwar dagegen vorzugehen, doch die Anbieter werden immer gerissener und so ist es ein Katz- und Maus-Spiel, bei dem Amazon regelmäßig den Kürzeren zieht. Das gleiche gilt bei Restaurant- oder Hotelbewertungen. Im Ausland finden sich ganze Agenturen, die das Geschäft mit den Bewertungen in Deutschland und weltweit gegen eine gute Gebühr vornehmen. Was bei uns strafrechtlich relevant sein kann, ist in anderen Ländern problemlos möglich. Doch wie erkenne ich diese sogenannte Fake-Bewertungen? Dafür gibt es in der Regel ein paar Anhaltspunkte.

So erkenne ich Fake-Bewertungen

Nehmen wir Amazon. Dort boomt derzeit der Selfpublisher-Markt. Schrott-Ratgeber werden massenhaft hochgeladen. Damit diese verkauft werden können, finden sich kurz danach unzählige 5-Sterne Bewertungen zum Buch. Hier können Sie ganz einfach die Guten von den Bösen unterscheiden. Hat ein Buchratgeber von einem Selfpublisher nur wenige Tage/Wochen nach der Herausgabe unzählige 5-Sterne Bewertungen, ist es einer dieser Schrott-Ratgeber. Bei Produkten aller Art ist es ähnlich. Wenn jemand eine Bewertung sehr umfangreich mit Bildern und sogar Videos hochgeladen hat und es sich um eine 5-Sterne Abgabe handelt, können Sie davon ausgehen, dass im Vorfeld ein Deal mit dem Verkäufer stattgefunden hat. Manchmal hilft auch ein Klick auf den Bewertenden. So wird in vielen Fällen die Anzahl der Gesamtbewertungen abgegeben. Einige bestreiten damit ein kleines Nebeneinkommen. Sind viele Bewertungsabgaben erfolgt, sollte Vorsicht gelten.

Wie kann ich mich schützen

Die unseriösen Verkäufer werden immer raffinierter. Amazon kommt kaum noch nach. Am besten blicken Sie direkt auf die negativen Bewertungen (1-, 2-, 3-Sterne). Hier finden sich oft die ehrlichsten Einstufungen. Hat ein Produkt, ein Buch zum Beispiel nur 5-Sterne Bewertungen, können Sie immer davon ausgehen, dass der Verkäufer manipuliert hat. Wie man gefälschte Bewertungen erkennt, ist mittlerweile eine Kunst für sich, die sich fortlaufend ändert. So gibt es nicht nur

positive Fake-Bewertungen.

Aber Vorsicht: Die Konkurrenz schläft nicht. So gibt es natürlich in letzter Zeit auch Verkäufer, die User dafür bezahlen, Konkurrenzprodukte mies zu machen, indem diese schlecht bewertet werden. Dafür gibt es ebenfalls Geld. In den letzten 2 Jahren hat diese Masche besonders zugenommen. Schützen können sich Verbraucher vor diesen Machenschaften kaum. Der beste Weg ist aber immer, über eine Plattform zu bestellen, die Ihnen ein großzügiges Rückgaberecht (Widerruf) einräumt. Gibt es bei Amazon mit den Marktsellern zum Beispiel Probleme, greift die Plattform in der Regel zu Gunsten des Käufers ein. Bei fraglichen Produkten kann auch einfach per Rechnung bestellt werden, so dass im Voraus gar keine Zahlung erfolgt.

Und bei Hotels

Alle Bewertungsplattformen kämpfen mit Fakes. Um die 40 – 60 Prozent aller Bewertungen sind falsch oder besser gegen ein Entgelt erfolgt. Bei Hotels bietet sich aber dennoch der Blick über Google Maps an. Oft hilft es auch, das Hotel einfach mal direkt bei Google einzugeben. Lassen Sie sich Zeit und sehen Sie sich auch die Suchergebnisse auf den Seiten 3, 4 und 5 an.